Radio Hamburg

Zerstörungen in der Schanze

Viele Hamburger Läden bleiben am Samstag dicht

Hamburg, 08.07.2017
Geschlossenes Geschäft G20

Am letzten G20-Tag werden viele Geschäfte in der Hamburger Innenstadt geschlossen bleiben.

Ausschreitungen gab es in der Innenstadt zwar glücklicherweise nicht, dennoch bleiben mit Blick auf die Krawalle in der Schanze viele Shops in der City geschlossen.

Ein Großteil der Warenhäuser und Geschäfte in der Hamburger Innenstadt bleibt am Samstag (08.07) geschlossen. Das berichtete City-Managerin Brigitte Engler. Ladenschließungen an der Mönckebergstraße bis zum Gänsemarkt seien von den Geschäftsleuten mit dem Schutz der Mitarbeiter angesichts der Bilder aus der Krawallnacht begründet worden. Viele der Angestellten seien verunsichert, ergänzte Engler. Ausschreitungen in der Innenstadt hat es nicht gegeben.

Einige Geschäfte dennoch geöffnet

Nach den G20-Krawallen rechneten nach Angaben der City-Managerin Geschäftsleute überwiegend nicht damit, dass sich noch viele Menschen aus den Außenbezirken zum gewöhnlichen Samstags-Shopping in die Innenstadt aufmachen würden. Nach ihren Angaben waren Karstadt an der "Mö" sowie das Alsterhaus und die Europa-Passage am Jungfernstieg sowie einige kleinere Geschäfte dennoch wie üblich geöffnet. Engler berichtete, ihr sei von der Polizei am Morgen gesagt worden, mit Übergriffen auf die Einkaufsstraßen sei nicht zu rechnen. Am östlich Rand der Innenstadt versammelten sich am Samstag die Demonstranten zum Protest "Grenzenlose Solidarität statt G20".

Veränderte Öffnungszeiten

Schon am Freitag hatten Warenhäuser und Geschäfte in der Innenstadt wegen der G20-Ausschreitungen früher als angekündigt geschlossen. Ursprünglich wollten die Geschäfte mindestens von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet haben, nach und nach machten sie jedoch vom späten Vormittag an dicht. Das City-Management bezifferte die erwarteten Umsatzausfälle für den Hamburger Einzelhandel auf rund 15 Millionen Euro.

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(dpa/san)