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Beim Hamburger Landgericht

Prozess gegen Serienvergewaltiger

Hamburg, 05.12.2018
Gericht, Justiz, Richter, Hammer

Vor dem Hamburger Landgericht muss sich von nun an ein 57-jähriger Hamburger verantworten, der im April eine 45 Jahre alte Frau vergewaltigt haben soll.

Im Hamburger Landgericht beginnt um kurz nach 9 ein neuer Prozess gegen einen Serienvergewaltiger: Der 57-jährige Frank S. soll während eines Haftausgangs eine Prostituierte  vergewaltigt haben. Er sitzt seit rund 30 Jahren mit Unterbrechungen in Haft, weil er immer wieder Frauen vergewaltigt und eine sogar getötet hat.

Prozess um Vergewaltigung 

Vor dem Landgericht Hamburg muss sich von Mittwoch an ein 57-jähriger Mann verantworten, der im April eine 45 Jahre alte Frau vergewaltigt haben soll. Der Angeklagte, der sich seit 1987 mit Unterbrechungen im Maßregelvollzug befindet, hatte mit der Prostituierten auf einer Baustelle im Stadtteil St. Georg zunächst einvernehmlich Hand- und Oralverkehr. Danach zwang er sie, sich auszuziehen, fesselte ihre Hände auf dem Rücken und vergewaltigte sie.

Serientäter hat Freigang 

Am Tattag hatte der 57-Jährige Freigang. Bereits mit 25 Jahren hatte der gebürtige Hamburger mehrere Frauen überfallen und vergewaltigt. Schon damals ordnete das Landgericht Lübeck Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung in Neustadt in Holstein an. 1994 tötete er eine Bekannte in ihrer Wohnung und vergewaltigte eine Radfahrerin. Daraufhin wurde er zu insgesamt vierzehn Jahren Haft und einer erneuten Unterbringung verurteilt. Seit Dezember 2015 erhielt der Mann Vollzugslockerungen. Die nutzte er nun, um die Frau zu vergewaltigen.

(dpa)

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