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Radio Hamburg

Dauerfrosttage in Hamburg

Umweltbehörde warnt vor Betreten der Eisflächen

Hamburg, 28.02.2018
Alstereis

Füße weg vom Eis - noch sind die Hamburger Eisflächen viel zu dünn, um einen Menschen zu tragen.

Temperaturen von weit unter -10 Grad in der Nacht und Dauerfrost am Tag lassen die Gewässer im Norden derzeit schnell gefrieren - tragfähig ist das Eis aber noch lange nicht.

Mit fast minus 13 Grad in der Nacht zu Mittwoch (28.02.) haben die Hamburger die kälteste Nacht seit vier Jahren erlebt. Laut Meteorologe Kent Heinemann war es zuletzt am 26. Januar 2014 ähnlich kalt. Kein Wunder, dass sich mittlerweile auf vielen Wasserflächen im Norden eine geschlossene Eisdecke gebildet hat. Doch der Schein trügt. Die Hamburger Umweltbehörde warnt nun mehr als eindringlich davor, die Eisflächen zu betreten.

Eisflächen auf der Alster definitiv nicht tragbar

Die Behörde warnt inzwischen dringend vor dem Betreten der Alster und ihrer Nebengewässer ab. Sprecher Björn Marzahn erklärt, dass man am Mittwoch die Eisdicke gemessen habe. Dabei sei festgestellt worden, dass das Eis im Durchschnitt nicht dicker als zwei bis drei Zentimeter sei, was keinen Menschen tragen würde. Bei Teichen und anderen Badeseen kann die Situation zwar eine andere sein, doch auch hier ist Vorsicht geboten. Marzahn bittet vor Betreten von Eisflächen immer die örtliche Feuerwehr zu kontaktieren, ob bestimmte Eisflächen wirklich betreten werden dürfen.

Kommt das Alstereisvergnügen 2018?

Die Dauerfrosttage wecken bei den meisten Hamburgern Erinnerungen an die letzte, längere Frostperiode im Winter 2012, als das letzte offizielle Alstereisvergnügen stattfand und sich Tausende Hamburger vom 10. bis 12. Februar auf der Außenalster tummelten. Doch wie stehen die Chancen für eine Neuauflage des eisigen Events? Eher schlecht, denn damit die Alster von der Umweltbehörde für das Alstereisvergnügen offiziell freigegeben wird, muss die Eisfläche im Schnitt eine Stärke von 20 Zentimetern aufweisen. Laut Björn Marzahn wird diese Dicke aber erst erreicht, wenn die Temperaturen mindestens zwei Wochen im Dauerfrostbereich liegen. Da es bereits zum Wochenende wieder wärmen werden soll, stehen die Chancen für ein Alstereisvergnügen 2018 recht schlecht. 

 

(san)