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Radio Hamburg

Zu hohe Sicherheitskosten

Scheitert das Alstervergnügen an der Terrorabwehr?

Hamburg, 09.03.2018
Alstervergnügen, Feuerwerk, hell, Binnenalster, Hamburg Marketing

400.000 Besucher waren 2017 beim Alstervergnügen unterwegs - 2018 könnte das Event komplett ausfallen.

Laut Medienberichten steht das Alstervergnügen 2018 vor dem Aus. Grund dafür seien die ausufernden Kosten etwa für die Terrorabwehr. 

Steht eine der Hamburger Traditionsveranstaltungen vor dem Aus? Laut Berichten der "BILD"-Zeitung und "Hamburg 1" hat die Veranstaltungsfirma RSW ein Absageschreiben an alle Vertragspartner geschickt. Demnach steht das Alstervergnügen auf der Kippe, da der Veranstalter nicht mehr bereit ist die gestiegenen Sicherheitskosten zu schultern. Eigentlich hätte das Freiluftevent vom 2. bis zum 30. August 2018 rund um die Binnenalster stattfinden sollen. Wie es nun weitergeht, ist noch offen.

Hohe Kosten für Terrorabwehr

Wegen der Kosten im hohen fünfstelligen Bereich für die Terrorabwehr, werde werde die RSW Veranstaltungs GmbH das Alstervergnügen rund um den Jungfernstieg nicht mehr durchführen.  Laut "Abendblatt", dem das Schreiben der Veranstaltungsfirma vorliegt, wären allein im letzten Jahr Sicherheits-Mehrkosten in Höhe von knapp 40.000 Euro angefallen. Dies wolle weder der Veranstalter selbst bezahlen, noch wolle man dies an die Marktbetreiber, zitiert das "Abendblatt" RSW-Geschäftsführer Schultze. Die Sprecherin des Bezirksamts Mitte bestätigte lediglich, dass sich die Veranstalter beklagt hätten. "Das allerletzte Wort ist aber noch nicht gesprochen", sagte Sprecherin Sorina Weiland. Demnächst solle es deshalb Gespräche geben.

Verantwortung liegt beim Staat

Immer mehr Veranstalter von Volksfesten vertreten mittlerweile die Ansicht, nicht sie, sondern die Allgemeinheit solle für die Kosten der Terrorabsicherung in Form von Pollern, Wassertanks und Co. aufkommen. Besonders nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz 2016 sind die Terrorabwehrmaßnahmen für öffentliche Veranstaltungen noch einmal wesentlich verschärft worden, was für viele Veranstalter zu Mehrausgaben geführt hat.

(dpa/san/iw)