Radio Hamburg

Konzertbesucher evakuiert

Feuer in Katharinen-Kirche

Hamburg , 13.11.2018
Feuerwehreinsatz

Aufgrund eines Feuers gestern Abend in einem Anbau der Katharinen-Kirche in der Hamburger City mussten 60 Konzertbesucher evakuiert werden.

Wegen eines Feuers gestern Abend in einem Anbau der Katharinen-Kirche in der Hamburger City mussten Dutzende Konzertbesucher sicherheitshalber die Kirche verlassen.

Brand in Kirche St. Katharinen

Gestern Abend gegen 22.00 Uhr erhielten die Beamten der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 die Mitteilung, dass aus einer Wohnung in einem Anbau der historischen Hauptkirche St. Katharinen Rauchentwicklung zu sehen sei. Daraufhin wurden die Löschgruppen der Feuer- und Rettungswachen Innenstadt und Berliner Tor, die Freiwilligen Feuerwehren Pöseldorf und Rothenburgsort/Veddel, ein Führungsdienst (B-Dienst), der Umweltdienst und ein weiteres Löschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache Veddel zur Einsatzstelle alarmiert.

60 Menschen evakuiert

Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später vor Ort eintrafen, stellten sie ein Feuer in einer Wohnung im Dachgeschoss eines dreigeschossigen Anbaus des im Jahre 1256 erstmals urkundlich erwähnten Gebäudekomplexes fest. Sofort wurde ein umfassender Löschangriff von zwei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz mit je einem C-Rohr im Innen- und Aussenangriff eingeleitet. Ein zu diesem Zeitpunkt in der Kirche stattfindendes Konzert wurde daraufhin beendet und die circa 60 Teilnehmer mit Hilfe der Polizei evakuiert. Verletzte Personen gab es hierbei nicht.

Brandursache unbekannt

Um das Feuer im Dachbereich des aktuell eingerüsteten Anbaus erfolgreich bekämpfen zu können, mussten Teilbereiche der Dachkonstruktion mit Motorkettensägen geöffnet und zahlreiche Glut- und Wärmenester abgelöscht werden. Hierdurch gelang es den rund 40 Einsatzkräften ein Übergreifen der Flammen auf das Kirchenschiff der in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach zerstörten und zuletzt 2012 sanierten evangelisch-lutherischen Kirche zu verhindern. Nach Abschluss der umfangreichen Nachlöscharbeiten und Kontrolle der Brandstelle mit einer Wärmebildkamera wurde die Einsatzstelle der Polizei für weitere Ermittlungen zur Brandursache übergeben. Bei einer zwei Stunden später durchgeführten Kontrolle der Einsatzstelle durch ein Löschfahrzeug konnten keine weiteren Glutnester entdeckt werden. 

(dpa)

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