Radio Hamburg

Vergewaltigung erfunden

Ermittlungen gegen Beschuldigten eingestellt

Hamburg, 21.11.2018
Saturn

Der Vorwurf eines 14-jährigen Mädchens über eine Vergewaltigung im August an der Saturn-Filiale in der Mönckebergstraße war offenbar erfunden.

Der Vorwurf des 14-jährigen Mädchens mitten am Tag in der Hamburger Innenstadt vor Saturn von einem Afghanen vergewaltigt worden zu sein, sorgte im August 2018 für bundesweites Aufsehen und zahlreiche Reaktionen aus Politik und Gesellschaft. Jetzt ist klar: Die Geschichte des mutmaßlichen Opfers war komplett erfunden.

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Wie das "Abendblatt" berichtet sind die Ermittlungen gegen den beschuldigten Afghanen Mansor S. eingestellt worden. Dem Beschuldigten konnte demnach kein strafbares Handeln nachgewiesen werden, so die Staatsanwaltschaft. Dafür gibt es aber massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit der 14-Jährigen. Gegen sie soll allerdings nicht ermittelt werden.

Mansor S. der Polizei bekannt

Mansor S. soll unterdessen untergetaucht sein. Auch wenn die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn nicht stimmen, ist er wegen anderer Taten mehrfach verurteilt worden. Abgeschoben wurde er noch nicht, weil auf ihn noch ein Revisionsprozess wegen einer Gewalttat wartet.

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(ck/iw/san)