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Verdi-Streik im öffentlichen Dienst

Beschäftigte an Unis und Schulen streiken

Hamburg, 20.02.2019
Leeres Klassenzimmer

Erneute Warnstreiks in Hamburg. Am Mittwoch (20.02.) fordert Verdi Beschäftigte im öffentlichen Dienst dazu auf, die Arbeit ruhen zu lassen.

Wieder Warnstreiks in Hamburg. Nachdem Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes bereits symbolisch baden gingen und die Hamburger Bezirksämter am Montag (18.02.) bestreikt wurden, gehen die Streiks am Mittwoch (20.02.) in eine neue Runde. Dieses Mal sind Schulen und Hochschulen dran.

Ganztägiger Warnstreik

Mit dem Streik, der den gesamten Mittwoch über andauern soll, will die Gewerkschaft Verdi weiter Druck auf die Arbeitgeber im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder erhöhen. Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind Verwaltungsangestellte in den Schulbüros, Schulhausmeister, Betriebsarbeiter, Reinigungskräfte sowie Erzieher und Sozialpädagogen. Gegen 9:30 Uhr findet zudem am Gänsemarkt eine Kundgebung auf dem Gänsemarkt statt. 

Auswirkungen an Schulen eher gering

Die Schulbehörde erwartet keine gravierenden Auswirkungen auf den Unterricht, da 90 Prozent der Lehrer Beamte sind, die nicht streiken dürfen. Anders sieht es bei Erziehern und Sozialpädagogen aus. Die Ganztagsbetreuung der Kinder sei aber dennoch gewährleistet, sagte ein Sprecher. Notfalls würden Lehrer das übernehmen oder wie bei vorangegangenen Tarifkonflikten benachbarte Schulen bei der Betreuung kooperieren.

Verdi fordert 200 Euro mehr Lohn

Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden fordern die Gewerkschaften ein Angebot der Arbeitgeber. Die Tarifgemeinschaft der Länder hatte ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Geld - zumindest aber 200 Euro mehr im Monat - als überzogen abgelehnt. Die Verhandlungen gehen Ende des Monats in Potsdam in die dritte Runde.

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