Radio Hamburg

Grundstücksverkauf okay

Grünes Licht für den "Elbtower"

Hamburg, 28.03.2019
Elbtower

Rot-Grün hat dem Elbtower das Go gegeben.

Die Bürgerschaft hat am Mittwochabend (27.03.) dem Grundstücksverkauf für den Wolkenkratzer an den Elbbrücken zugestimmt.

Hamburgs neues Wahrzeichen hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Am Mittwochabend (27.03.) hat die Bürgerschaft ihr Go für den Verkauf des Grundstücks an den Elbbrücken gegeben. Allerdings wurde die Zustimmung an Zusatzbedingungen geknüpft, um das Risiko für die Stadt beim Bau des 245 Meter hohen Wolkenkratzers zu minimieren.

Intransparentes Verfahren?

Die Opposition warf Rot-Grün dagegen ein undurchsichtiges Verfahren vor. "Wir erfahren heute aus der Bild-Zeitung, dass Herr Benko ihre nachträglich geforderten Kröten offenbar geschluckt hat", sagte der Stadtentwicklungsexperte der FDP, Jens Meyer. Der Investor Signa Prime Selection will rund 700 Millionen Euro in den Bau investieren. Hinter Signa steht unter anderem der österreichische Unternehmer René Benko.

"Peinlich, unangenehm - basta!"

"Der vermeintlich einschränkende Änderungsantrag, mit dem SPD und Grüne den Verkauf nun garnieren, ist nur ein verzweifelter Versuch, schon mal den Notausstieg aus dem Projekt zu markieren", sagte die Vorsitzende der Linksfraktion, Heike Sudmann. Tatsächlich seien die "hochfliegenden Pläne, die Olaf Scholz dem Senat vor seinem Abgang nach Berlin noch auf den Schreibtisch gelegt hat, längst im Absturz". Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU, Jörg Hammann, warf den Sozialdemokraten Verschleierung schon bei der "geheimen Vergabeentscheidung" vor, bei der Scholz wohl schon gar nicht mehr Bürgermeister war". Die ganze Angelegenheit sei "peinlich, unangenehm - basta!"

Rot-Grün steht zum Elbtower

Vertreter von SPD und Grünen wiesen die Vorwürfe zurück. Die "Interpretationsphantasien" der Opposition seien erstaunlich. "Nur mit der Realität hat das nichts zu tun", sagte Olaf Duge von den Grünen. "Rot-Grün steht zum Projekt Elbtower", versicherte seine SPD-Kollegin Martina Koeppen.

Lest auch: Radio Hamburg Nachrichten: Die aktuellsten News bei uns als Podcast

Informiert zu jeder Zeit. Holt euch die Radio Hamburg jetzt als Podcast aufs Smartphone und Co.

(dpa/iw/san)