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Um gewaltsamen Mord

Urteil im Bademantelgürtel-Prozess

Hamburg , 04.03.2019
Gericht, Justiz, Richter, Hammer

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines 78-Jährigen in Jenfeld wird heute das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Gefängnisstrafe  wegen Mordes. 

Hamburg (dpa/lno) - Im Prozess um einen 78-Jährigen, der mit einem Bademantelgürtel erwürgt wurde, wird am Montag (10.00 Uhr) das Urteil erwartet. Der 52 Jahre alte Angeklagte hat nach Meinung der
Staatsanwaltschaft seinen älteren Nachbarn im Stadtteil Jenfeld im Mai 2018 heimtückisch getötet. Der 78-Jährige sei nicht an einer Krankheit oder bei einem Unfall gestorben, sondern Opfer eines plötzlichen Angriffs in seiner Wohnung geworden.

Freiheitsstrafe gegen Freispruch 

Die Anklagebehörde fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Der Verteidiger fordert dagegen einen Freispruch. Die Todesursache sei nicht eindeutig geklärt, der Vorwurf der Anklage habe sich nicht bestätigt. Der Angeklagte selbst beteuerte in seinem letzten Wort: «Ich kann und werde nichts zugeben, was ich nicht getan habe.» Am Bademantel des Opfers sowie im Kopf- und Halsbereich waren nach Angaben des Staatsanwalts DNA-Spuren des Angeklagten gefunden worden. Der 52-Jährige habe sich nach Angaben eines Zeugen mehrfach Geld von dem älteren Nachbarn geliehen. Der 78-Jährige habe ihm aber nichts mehr geben wollen. Der Angeklagte, ein arbeitsloser Koch, sei verschuldet gewesen. Außerdem habe ihm die Zwangsräumung und Obdachlosigkeit gedroht.

(dpa)

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