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Immobilie in Hamburg verkaufen - auf eigene Faust oder lieber per Makler?

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Abbildung 1: Immobilien in Hamburg werden immer beliebter - eine Chance für Immobilienbesitzer, beim Kauf richtig abzuräumen?

Immobilien in Hamburg sind in den letzten Jahren immer teurer geworden. Teils liegen die Preissteigerungen bei mehr als 30 Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. 

Käufer müssen damit immer mehr Geld in die Hand nehmen, um sich Wohnraum zu sichern. Dessen Besitzer sehen im Verkauf zunehmend lukrative Chancen. Und auch Makler verdienen an den steigenden Preisen mit. Wer auf einen Makler verzichtet, kann letztlich zwar aus der Masse herausstechen. Aber: Makler werfen einige Vorteile in die Waagschale, über die nachzudenken ist.

Immobilienmarkt Hamburg: Wie steht es um das Preisniveau?

In bundesdeutschen Großstädten sind in den letzten Jahren die Preise für Immobilien im Neubau und aus dem Bestand gleichermaßen gestiegen. Die Hansestadt Hamburg macht hier keine Ausnahme. Im Gegenteil: Wer als Beobachter die Entwicklung aufmerksam verfolgt, wird feststellen, dass Zeitungen und Hamburger Magazine in steter Regelmäßigkeit über die Preisentwicklung – sprich steigende Immobilienpreise – berichten.

Dabei gleicht sich der Tenor vieler Medienberichte, die – gestützt auf der Sparda-Studie "Wohnen in Deutschland 2019" – von starken Preisanstiegen in der Hansestadt berichten. Basierend auf dessen Angaben sind allein im Bestand bei den Einfamilienhäusern innerhalb von fünf Jahren die Preise um mehr als ein Drittel gestiegen. Noch krasser die Entwicklung bei den Eigentumswohnungen. Hier hat Hamburg in den letzten Jahren ein Plus von knapp 40 Prozent verzeichnet.

Die City ist allerdings nicht das Ende der „Fahnenstange“. Im LBS-Atlas hat das Umland bei den Eigentumswohnungen um fast 50 Prozent zugelegt. Trends, die auch von anderen Quellen gestützt werden. Der Preisindex für Immobilien eines großen Vermittlungsportals weist gerade für Eigentumswohnungen im Bestand für das zurückliegende Jahr einen sehr starken Preissprung aus – von mehr als einem Fünftel. Damit unterstreicht Hamburg, dass es eine lohnende Alternative für Investoren im Vergleich zu anderen Großstädten ist, die bisher als Hotspots der Immobilienbranche galten.

Was treibt die Preise in Hamburg

Die Gründe, warum in Hamburg die Preise für Immobilien massiv angezogen haben – und auch weiterhin anziehen werden – sind vielschichtig. Aber: Sie führen immer dazu, dass die Nachfrage nach Immobilien in der Hansestadt steigt.

1.Hamburg ist Reiseziel

In den letzten Jahren hat sich die Tourismusbranche in Hamburg rasant entwickelt. Die Speicherstadt und Musical-Szene ziehen jedes Jahr Millionen Besucher an. Zusammen mit dem Hafen und der Reeperbahn hat sich ein Ensemble entwickelt, welches Hamburg zu einer Reisedestination macht. Mehr Betten in Hotels bedeutet aber auch, dass die Hamburger am Ende enger zusammenrücken müssen.

2. Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen ist einer der größten europäischen Umschlagplätze für mit Schiffen transportierten Waren. Und in dieser Funktion ist der Hafen ein wesentlicher Arbeitgeber, um den sich Subunternehmen ansiedeln. Parallel macht die Nähe zum Hafen Hamburg auch für die Industrie attraktiv. Und beide Aspekte sorgen für mehr Arbeitsplätze, was wiederum mehr Leute anzieht. Zudem ist die moderne Hafen-City ein echter Hingucker, wo viele neue Projekte verwirklicht werden.

3.  Start-Up City Hamburg

Mittlerweile läuft Hamburg gerade im Bereich der Tech-Szene anderen Städten den Rang als führende Start-Up City ab. Gerade die Dynamik der Stadt und ihr internationaler Charakter sind Teil der Erklärung für diesen Trend – neben den hervorragenden infrastrukturellen Möglichkeiten.

Immobilie verkaufen: Welche Vorteile bringt ein Makler?

Besitzer einer Immobilie in Hamburg finden sich in einer komfortablen Situation wieder. Aufgrund der steigenden Preise lassen sich Immobilien heute mit deutlichem Gewinn verkaufen. Ein Selbstläufer ist der Verkauf aber keinesfalls. Im Gegenteil: Es gibt einige Punkte im Auge zu behalten. Um Aufwand zu sparen, wird schnell zu einem Makler gegriffen. Rechnet sich diese Entscheidung? Oder anders gefragt: Welche Vorteile bringt das Beauftragen eines Maklers beim Verkauf der Immobilie?

  • Breites Netzwerk: Makler bringen jahrelange Erfahrung mit sich und haben ein breites Netzwerk aufgebaut.
  • Marktkenntnis: Makler ersetzen garantiert kein objektives Wertgutachten. Allerdings bringen Makler gewisse Erfahrungen rund um den Immobilienmarkt mit. Und können sehr genau abschätzen, welcher Preis am Markt für eine Immobilie realistisch zu erzielen ist.
  • Professionalität: Beim Verkauf einer Immobilie als Privatperson kommt es schnell zu Anfängerfehlern in der Präsentation und dem Auftreten. Maklern passieren diese nicht mehr. Gerade das Exposé wird professionell aufbereitet und gepflegt.
  • Abwicklung von Begehungen: Makler übernehmen auch die Abwicklung der Vorverhandlungen – sprich die Begehung der Immobilie usw. Außerdem steigt der Makler in die Preisverhandlungen ein.

Mit einem Makler zusammenzuarbeiten bringt beim Verkauf Vorteile. Ausschließlich auf dessen Engagement sollte sich nicht verlassen werden. Gerade hinsichtlich der Bewertung lohnt sich das Hinzuziehen eines Sachverständigen. Hintergrund: Eigentümer erhalten eine realistische Bewertung und werden auf Mängel hingewiesen. Letzteres kann beim Verkauf im Zusammenhang mit Haftungsfragen bedeutsam werden.

Wer muss den Makler bezahlen?

Das Bestellerprinzip, welches dem Auftraggeber für den Makler auch die Kostentragung auferlegt, gilt in Deutschland nur bei der Vermietung von Wohnraum. Wie Anfang Oktober Zeitungen – und Fachmagazine der Immobilienwirtschaft – berichteten, wird beim Verkauf von Immobilien in Zukunft ein Teilungsmodell gelten. Damit will der Bund erreichen, dass Maklerkosten in Zukunft hälftig auf Erst- und Zweitauftraggeber verteilt werden.

Sprich Eigentümer und Käufer tragen in Zukunft die Maklerkosten zu gleichen Prozentsätzen. Diese Tatsache entlastet viele Käufer, denen bisher vom Verkäufer die Kosten für den Makler mit aufgebürdet wurden. Sollte dieser nämlich kostenlos für den Verkäufer tätig werden, würde auch der Käufer keine Provision mehr zahlen müssen.

In einigen Stadtvierteln von Hamburg zahlen potenzielle Käufer Spitzenpreise für Immobilien.

Fazit: Hamburgs Immobilienbranche boomt weiter

Hamburg ist bekannt für seinen Hafen, die Speicherstadt und Musicals sowie die unverwechselbare Kulisse der Elbphilharmonie. Wer allerdings Wohnraum in der Hansestadt kaufen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Hamburgs Immobilien sind in den letzten Jahren zunehmend teurer geworden. Auf der anderen Seite profitieren von dieser Entwicklung natürlich die Eigentümer – deren Immobilienbesitz im Wert steigt. Wird über dessen Verkauf nachgedacht, ist die Zusammenarbeit mit einem Makler vorteilhaft. Allein schon dessen Erfahrung kann sich auszahlen. Aber: Wer mit Makler verkaufen will, muss einige Punkte im Auge behalten. Die Bundesregierung hat zum Beispiel Reformen hinsichtlich des Verteilens der Maklerprovision auf den Weg gebracht.