Radio Hamburg

Die gängigsten Krimi-Floskeln

Alle Infos zum Krimifestival in Hamburg 2017

Hamburg, 08.11.2017
Messer, Mord

Das Krimifestival ist in Hamburg in vollem Gange. Alle Infos dazu und die gängigsten Floskeln aus den Buch- und TV-Krimis

Krimi-Autoren aus dem In- und Ausland reisen derzeit nach Hamburg, wo sich alles um Mord und Totschlag dreht. Zum elften Mal steigt das Krimifestival. Den Auftakt machte Tanja Kinkel - mit prominenter Unterstützung.

Millionen Leser für die Eine, Millionen Zuschauer für die Andere - und als mörderisch-märchenhaftes Doppel gemeinsam auf der Bühne: Mit Bestsellerautorin Tanja Kinkel und Schauspielerin Hannelore Hoger hat das Hamburger Krimifestival am Dienstagabend seine elfte Ausgabe eröffnet. "Grimms Morde" gaben den Startschuss zu mehr als 20 "Schussfest!"-Veranstaltungen. Fünf Tage lang dreht sich auf Kampnagel alles um Mord und Totschlag. Namhafte Vertreter des Genres stellen ebenso ihre Werke vor wie weniger bekannte Autoren.

Rund 10 000 Besucher kamen nach Veranstalterangaben im vergangenen Jahr. Den ersten Fall des Krimifestivals lieferte der 19. Roman von Autorin Kinkel. Mehr als sechseinhalb Millionen Bücher hat dieExpertin für historische Romane bislang verkauft, diesmal schickt sie die Gebrüder Grimm und die Schwestern Annette und Jenny von Droste-Hülshoff auf Mörderjagd. Hoger, Sprecherin zahlreicher Hörbücher, las aus Kinkels Werk vor und zollte der 48-Jährigen
Lob. "Es bleibt bis zum Schluss spannend, wer der Täter ist. Ich habe es auch nicht rausgekriegt - also Bella Block hat das nicht geschafft", sagte die 75-Jährige, die mehr als zwei Jahrzehnte lang als Titelheldin der TV-Krimireihe "Bella Block" vor der Kamera stand.

"Hände hoch" Die gängigsten Krimi-Floskeln

"Er muss seinen Mörder gekannt haben."





"Alles was sie sagen, kann gegen sie verwendet werden..."





"Stehen bleiben oder ich schieße!"





"Wer sagt es der Ehefrau?"





"Wie lange ist er schon tot, wann ist die Leichenstarre eingetreten?"





"Sie haben doch was zu verbergen..."





"Sie dürfen die Stadt nicht verlassen."





"Haben sie einen Durchsuchungsbefehl?"





"Ich war zu Hause, das kann meine Frau bezeugen."





"Haben sie ein Alibi für die Tatzeit?"





"Stehen bleiben oder ich schieße!"





Fitzek kommt nach Hamburg

 

Mit Agenten und Diplomaten in den Hinterzimmern der Macht, finsteren Tälern in Südtirol und Morden nach hanseatischer Art geht es in den nächsten Tagen weiter. Autoren wie Robert Harris, Val McDermid, Kristina Ohlsson, Leonie Swann, Wolfgang Schorlau und Sebastian Fitzek haben sich angekündigt. Das "Kriminelle Finale" mit Bestsellerautor Fitzek und seinem Psycho-Duell "Flugangst 7A" am Samstagabend sei besonders schnell ausverkauft gewesen, berichtete Veranstaltersprecher Harald Butz. Auch sonst sei der Vorverkauf der Tickets sehr erfreulich und liege schon bei mehr als 8000, sagte er vor der Eröffnung.

"Besonders schön ist, dass die Hamburger gern auf Entdeckungsreise gehen", berichtete der Sprecher über das Interesse auch an Autoren, die hierzulande weitgehend unbekannt seien. Gleich mehrfach führt die Festivalreise in der Hansestadt noch weiter gen Norden. Um Schuld und Sühne in Norwegen dreht es sich etwa bei Gard Sveen, um Morde nach bester schwedischer Art bei Kristina Ohlsson und Joakim Zander sowie um "Ladies Crime aus Schweden" bei Jenny Rogneby, Emelie Schepp und Camilla Grebe. "Feinste Finessen in Finnland" gib es mit Jan Costin Wagner, "Etwas ist faul in Dänemark" heißt es bei Lotte und Søren Hammer, Lone Theils und Steffen Jacobsen. 

Krimis für Kids

 

Mit der Kinder-Krimi-Lesung «Die Alsterdetektive» ist Schauspieler Oliver Rohrbeck, bekannt geworden als Stimme von Justus Jonas in der Hörspielreihe "Die drei ???", am Start. Die Reihe "TKKG" feiert derweil am letzten Festivaltag eine Uraufführung mit dem Live-Hörspiel "Diebstahl 2.0". Live präsentierte sich am ersten Abend auch das Klassik-Quartett Salut Salon zu Beginn und am Ende der Lesung. Nicht nur musikalisch widmeten sich die vier Damen dem Thema Mord und Totschlag - und der Liebe: Da wurde mit dem Cello aufgespießt, am Klavier gestorben, erklärt, "dass Witwenschaft das Mindeste ist, was man von der Ehe erwarten kann" - und ohnehin hätten etwa im Fernsehen viele Kommissare ihren Arbeitsplatz verloren, gäbe es die Liebe nicht.

(dpa/aba)