Radio Hamburg

Tödlicher Taxi-Unfall Ballindamm

Angeklagter schweigt zu Prozessbeginn

Hamburg, 14.12.2017
Unfall Ballindamm Taxi

Am Donnerstag (14.12.) ist am Hamburger Landgericht der Prozess um den verheerenden Taxi-Unfall auf dem Ballindamm im Mai gestartet.

Zum tödlichen Verkehrsunfall mit einem gestohlenen Taxi hat der Angeklagte zu Prozessauftakt am Donnerstag geschwiegen. "Er erinnert sich nicht an den Unfall", gab der Verteidiger des 25-Jährigen vor dem Hamburger Landgericht an. Der
Litauer muss sich wegen Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 4. Mai dieses Jahres ein Taxi gestohlen und damit einen schweren Unfall verursacht zu haben. Dabei starb ein junger Mann (22 Jahre) und zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

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"Großer Schicksalsschlag"

Laut Anklage hatte er das Fahrzeug kurz vor dem Unfall entwendet und war damit mit einer Geschwindigkeit von bis zu 145 Stundenkilometer in Richtung Innenstadt gerast. An der Binnenalster fuhr er schließlich in den Gegenverkehr und kollidierte frontal mit einem Großraumtaxi. Ein 22-Jähriger Fahrgast verstarb noch am Unfallort. Die Mutter des Getöteten war zum Prozessauftakt nicht anwesend. Ihr gehe es psychisch nicht gut genug, so der Anwalt. Der schwer verletzte Taxifahrer war aber im Gerichtssaal und berichtet unserer Reporterin, Carolina Koplin, dass er bis heute körperlich nicht richtig fit sei und das Geschehene für ihn einen großen Schicksalsschlag darstelle.

(dpa/ck/aba)