Radio Hamburg

Erneute Diskussion

Gibt es bald eine Null-Promille-Grenze für E-Roller-Fahrer?

E-Scooter

Die Diskussionen über die E-Roller nehmen wieder Fahrt auf, denn aufgrund der hohen Unfallzahl soll es jetzt eine Null-Promille-Grenze geben.

Unachtsam abgestellte E-Scooter, betrunkene Nutzer - die Diskussion um die E-Tretroller nimmt erneut an Fahrt auf. So mancher Lösungsvorschlag heizt die noch an statt sie zu beschwichtigen.

Nur noch nüchtern E-Roller fahren

E-Tretroller sollten nach dem Willen des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach nur vollkommen nüchtern gefahren werden. «Um gefährliche Kopfverletzungen zu vermeiden, sollte eine Null-Promille-Grenze überdacht werden», schrieb der Politiker auf Twitter. In einem Interview mit der Funke Mediengruppe (Mittwoch) hatte er sich erstmals für eine Verschärfung der Alkohol-Grenzwerte ausgesprochen - und bekam prompt Gegenwind. Andernorts macht man sich derweil daran, touristische Hotspots von der Rollerflut zu befreien.

Forderung bekommt Gegenwind 

Lauterbach begründete seinen Vorstoß mit steigenden Unfallzahlen bei E-Tretroller-Fahrern und forderte Verleiher und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) auf, aktiv zu werden. Das Bundesverkehrsministerium sieht hingegen keinen Handlungsbedarf, die Promille-Grenze für Nutzer von E-Scootern zu verschärfen. Das machte eine Sprecherin von Minister Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin deutlich und verwies auf den geltenden Regelungskatalog. Auch der ADAC lehnte den Vorstoß Lauterbachs ab. Stattdessen sollten die Nutzer besser aufgeklärt werden. Unterdessen wollen viele Städte das Problem der oft kreuz und quer auf Gehwegen abgestellten E-Tretroller in den Griff bekommen. In Städten wie beispielsweise Köln und Düsseldorf gibt es bereits Zonen, in denen Roller nicht abgestellt werden dürfen. 

(dpa/jna)

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