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Übersetzungsdienstleister

Übersetzungen für Import & Export am Standort Hamburg

Hamburg, 11.12.2017
Wörterbücher auf Regelbrett

Die Zeiten sich verzahnender Weltwirtschaft sind eng mit der globalen Verfügbarkeit von Produkten verknüpft. Das ist auch wichtig für die Übersetzungsindustrie. 

Damit jedoch diese international vermarkteten Waren problemlos exportiert oder importiert werden können, ist ein Zwischenschritt notwendig, der nach außen hin zumeist unsichtbar bleibt – die multilinguale Verarbeitung von Produktkatalogen, Bedienungsanleitungen, Webseiten oder Geschäftsberichten, aber auch die Übersetzung von Formularen der Güteradministration, Patenten oder Zulassungsbescheinigungen in die verschiedensten Sprachen. Dass rund um den Hamburger Hafen, dem zweitgrößten Containerhafen Europas, die Übersetzungsindustrie ihren zentralen deutschen Standort gewählt hat, ist somit kein Zufall. Neben dem Fachübersetzungsdienst Hamburg gibt es hier über 100 weitere Übersetzungsbüros in der Stadt. Zugegebenermaßen ist dies auch Produkt einer starken Zergliederung dieses Wirtschaftszweiges. Global dominierende Akteure haben sich hier noch nicht so stark ausgebildet, wie etwa in der Finanz- oder Fahrzeugindustrie.

Anforderungen an einen Übersetzungsdienstleister im Im- und Export

Eine gute Übersetzung muss sowohl orthografisch als auch juristisch korrekt sein. Dies gelingt ausschließlich mit den spezifisch ausgebildeten Fachübersetzern, welche über eine technische oder juristische Zusatzausbildung verfügen, als auch über Tiefenwissen lokal variierender Besonderheiten. Basis bildet hierbei der internationale Qualitätsstandard ISO 17100, welche sowohl den Prozess der Übersetzung an sich, aber auch Guidelines zur Rekrutierung von Übersetzern und Lektoren und der Nutzung von technischen Hilfsmitteln regelt.

Entwicklung des regionalen Standortes

Neben dem direkten Einfluss des Importes ist aber vor allem auch die Entwicklung des regionalen Standortes, der hier eine Konzentration von Übersetzungsagenturen befördert und sich Hamburg noch vor Berlin oder dem südlichen Drehkreuz Münchens positionieren lässt. Mit einem realen Wirtschaftswachstum von nahe 3% ist es vor allem der Export, der den Sprachdienstleistern große Freude bereitet. Die Stadt profitiert hierbei von ihrer günstigen geographischen Lage. Seit der Öffnung der Märkte Mittel- und Osteuropas und der EU-Erweiterung ist Hamburg zu einem zentralen Umschlagplatz für Handel und Transport mit Nordeuropa, den Boom-Regionen Asiens sowie dem baltischen Wirtschaftsraum geworden. Hamburg ist zudem als bedeutender Messe- und Kongressplatz für den Markt der Simultandolmetscher attraktiv. Die Hamburg Messe und das CCH (Congress Center Hamburg) haben ohnehin eine hohe Anziehungskraft für internationale Unternehmen.

Große Auswirkungen durch Strukturwandel

Der Strukturwandel von der Schwerindustrie hin zum Dienstleistungssektor hatte in Hamburg, wie auch anderswo, große Auswirkungen. Dabei ist es gelungen, ein ausgewogenes Branchenspektrum zu diversifizieren und aufrechtzuerhalten. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf einer Produktion, die ein hohes Qualifikationsniveau, technische Innovationen und ein breites Spektrum an Dienstleistungen erfordert. Dieser Wandel wird vor allem von sechs Branchen dominiert: dem Fahrzeugbau mit Flugzeug- und Schiffbau- sowie der Automobilindustrie, der Elektrotechnik, der Feinmechanik samt optischer Industrie und dem Maschinenbau, als auch der Mineralölverarbeitung und -raffination. Eine wichtige Rolle spielen nach wie vor aber auch die rohstoffbasierten Industrien. Das verarbeitende Gewerbe umfasst heute rund 5.600 Betriebe und beschäftigt laut Beschäftigungsstatistik weit über 100.000 Mitarbeiter. In jüngster Zeit haben sich zudem die Life Science zu einer starken Branche entwickelt.