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Es ist nicht Corona

Das sind die beliebtesten Vornamen im Nord

Wiesbaden, 11.05.2020
Babys, Zwillinge

Wie jedes Jahr hat die "Gesellschaft für deutsche Sprache" auch für 2019 die beliebtesten Babyvornamen bekannt gegeben. 

"Alle Jahre wieder" könnte man schon sagen und es ist schon eine jährliche Tradition. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat auch für 2019 die beliebtesten Vornamen bekannt gegeben. An der Spitze landeten dabei deutschlandweit Hanna bei den Mädels und Noah bei den Jungs.

Diese Namen landen auf dem Treppchen

Bei den Mädchen landet Emma denkbar knapp auf Platz 2 - mit nur einem Zähler weniger, dahinter folgt Mia. Bei den Jungen liegen Ben und Paul auf den weiteren Rängen. Die GfdS hat für 2019 erstmals konsequent zwischen Erst- und Folgenamen unterschieden. Früher war von den Sprachforschern vor allem eine Gesamtliste ausgewertet worden. Die GfdS beruft sich auf Daten aus 700 Standesämtern, damit würden 89 Prozent aller Geburten abgedeckt.

In Hamburg gibt's andere Präferenzen

Etwas anders sieht's dagegen in Hamburg aus. Bei den Jungen landet hier Henry ganz vorne. Wie im Bundesschnitt schafft es auch in der Hansestadt Hanna ganz nach oben. Bei den Mädchen liegen auf Platz 2 Emilia und auf Platz 3 Mia. Bei den Jungen folgen Noah und Finn. Bezieht man die Folgenamen mit ein, lauten die Favoriten bei den Jungen in Hamburg Henry, Alexander und Maximilian und bei den Mädchen Marie, Sophie und Emilia.

In Schleswig-Holstein ganz andere Namen an der Spitze

Im ganz hohen Norden sieht es noch einmal ein bisschen anders aus. Die beliebtesten Babynamen in Schleswig-Holstein waren im vergangenen Jahr nämlich Finn und Emma. Bei den Mädchen liegen auf Platz 2 Ida und auf Platz 3 Mia. Bei den Jungen folgen Ben und Henry. Bezieht man die Folgenamen mit ein, lauten die Favoriten bei den Jungen in Schleswig-Holstein Emil, Henry und Paul und bei den Mädchen Marie, Sophie und Emilia.

Niedersachsen mit Besonderheiten

Hanna landet auch in Niedersachsen an der Spitze. Bei den Jungs ist es Ben. Bei den Mädchen in Niedersachsen landete Emma auf Platz 2, gefolgt von Mia - bei den liegt bundesweit nur auf dem zehnten Platz. Ob die in den vergangenen Jahren beliebten alten Namen weiter zulegen, sei momentan fraglich, urteilte die GfdS. Eher gelte dies für Zweitnamen, so seien Valentin von Rang 18 auf 13 und Valentina von Platz 27 auf 21 aufgestiegen. Insgesamt falle die Internationalisierung der Namen auf: Bis auf Karl auf dem bundesweiten Platz 5 der Zweitnamen sei keiner der germanischen Namen in den Top 10. Dafür finden sich dort biblische Namen wie Elias und Johannes.

Namen ändern sich meistens nur über langen Zeitraum

Die Wissenschaftler geben zu bedenken, dass sich von Jahr zu Jahr kaum etwas fundamental bei der Namensgebung ändere. Dies sehe jedoch ganz anders aus, wenn man die Jahrzehnte in den Blick nehme. In den 1950er und 1960er Jahren seien kurze und etwas hart klingende Jungennamen modern gewesen, etwa Peter, Werner oder Klaus, erklärte Namensforscherin Prof. Damaris Nübling. Dagegen hießen Mädchen zu dieser Zeit oft Gabriele, Ursula oder Angelika, hatten also längere und fließendere Namen. Erst ab den 70er Jahren seien auch die Jungennamen länger und bunter geworden - mit Michael, Christian oder Andreas. Interessant wurde es auch wieder ab den 90er Jahren, als Jungennamen zunehmend weiblicher wurden - bis es schließlich in den 2000er-Jahren sogar Namen wie Luka oder Noah ganz oben in die Ranglisten schafften. Der Vokal "a" am Ende des Namens sei zuvor nur bei Mädchen denkbar gewesen, sagte Nübling.

Wie heißen Kids in 10 Jahren?

Auf den hinteren Plätzen der aktuellen Namenslisten von 2019 mausern sich nach Einschätzung der Expertin die Favoriten der kommenden Jahre: Hier arbeiteten sich bei den Jungen seit einigen Jahren Matteo (Rang 13), Liam (20) oder Milan (14) vor. Bei den Mädchen sieht die Expertin Potenzial für Ida (18), Frieda (13) oder Charlotte (17). Sprachwissenschaftlerin Nübling hat außerdem die Beobachtung gemacht, dass Familien ihren Haustieren zunehmend Menschennamen geben. "Auf dem Spielplatz weiß man ja oft nicht, ob jemand das Kind oder den Hund ruft", sagte sie. Inzwischen seien Maja, Emma oder Lilly auch typische Namen für Hündinnen oder Katzen. Rüden oder Kater hießen gerne mal Paul, Felix oder Oskar. "Früher war das anders", sagte Nübling."Da hießen Hunde oft unabhängig vom Geschlecht Bello oder Fiffi, Lumpi oder Rex."

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