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ADAC

So viele Staus wie noch nie in Hamburg

Hamburg, 23.01.2018
Stau A 7 Autobahn

Vor allem die Staus auf der A7 führen die Statistik des ADAC an.

Auf den Hamburger Autobahnen hat sich der Verkehr nach Angaben des ADAC im vergangenen Jahr so viel gestaut wie in keinem anderen Bundesland.

Im Verhältnis zu den vorhandenen Autobahnkilometern seien in Hamburg und Berlin die meisten Staus verzeichnet worden, teilte der Autoclub am Dienstag mit. Für die Gesamtlänge der Staus in der Hansestadt errechnete der ADAC die Kennziffer 390. Sie liegt damit knapp vor Berlin (388). In der Hauptstadt ist allerdings die Kennzahl für die Dauer der Staus höher.

Die gemeldeten Staukilometer summierten sich in Hamburg über das Jahr auf 31 630. Das waren 3823 Kilometer oder knapp 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch in Schleswig-Holstein wuchs die Blechlawine, und zwar um 1854 Kilometer oder rund 6 Prozent auf eine Gesamtlänge von 34 694 Kilometern.

Die A7 ist Schuld

Stauschwerpunkte waren auf der A7 die Abschnitte zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Schnelsen sowie vor dem Elbtunnel zwischen Waltershof und Othmarschen. Weiter nördlich staute sich der Verkehr besonders häufig auf zwischen Quickborn und Schnelsen-Nord sowie rund um Neumünster. Zwischen Hamburg und dem Dreieck Bordesholm südwestlich von Kiel wird die Autobahn zurzeit ausgebaut. Auch für den Baustellenbereich bei Stapelfeld auf der A1 brauchten Autofahrer viel Geduld.

Den viertgrößten Stau mit 29 Kilometern Länge gab es am 6. Juni 2017 auf der A7 zwischen Henstedt-Ulzburg und Heimfeld. Die längste Verkehrbehinderung in Hamburg registrierte der ADAC am 5. Oktober auf 23 Kilometern der A1 zwischen Billstedt und Seevetal-Hittfeld. Damals hatte die Deutsche Bahn wegen des Sturmtiefs "Xavier" den Zugverkehr in ganz Norddeutschland eingestellt. Der Verkehrskollaps beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg machte sich auf den Autobahnen nicht mit einer Rekordstaulänge bemerkbar. Ursache der wachsenden Behinderungen um Hamburg sei zum einen der zunehmende Verkehr in der wachsenden Metropole. Zum Teil hätten Autofahrer auch versucht, innerstädtische Baustellen über die Autobahnen zu umgehen, erklärte ein ADAC-Sprecher.

Ein weiterer Grund sei die gestiegene Attraktivität deutscher Urlaubsziele. An die Küsten von Nord- und Ostsee reisen viele Menschen mit dem Auto.

(dpa/aba)

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