Radio Hamburg

Aufnahmen für eigenen Navigationsdienst

Apple Kamera-Autos in Hamburg unterwegs

Hamburg, 29.07.2019
Apple Kamera Auto, Shutterstock

Die Apple Kamera-Autos sind auch in Hamburg unterwegs.

Um seinen eigenen Kartendienst zu verbessern, startet Apple die Fahrten mit seinen Kamera-Autos in Deutschland - auch bei uns in Hamburg.

Neben Hamburg startet Apple die Fahrten seiner Kamera-Autos auch in München, Stuttgart und Frankfurt. Außerdem stehen seit Montag (29. Juli) Mannheim, Heilbronn, Augsburg sowie diverse Landkreise in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland auf dem Terminplan. Apple schickt gut 80 Fahrzeuge nach Deutschland und will die Fahrten bis Ende September abschließen. In welchen Orten die Autos genau unterwegs sind, seht ihr per Klick auf maps.apple.com.

Verbesserung der Navikarten

Die Daten sollen in erster Linie die Apple-Karten in iPhones und anderen Geräten des Konzerns verbessern, hieß es. Apple kann aus den Fotos unter anderem Informationen wie Namen von Straßen oder Geschäften sowie zu Verkehrszeichen und Straßenführung herausziehen. Die Bilder könnten in Zukunft aber auch im neuen Panorama-Dienst Look Around zum Einsatz kommen - Apples Konkurrenzangebot zu Google Street View.

Pendant zu Google Street View

Bei Look Around können Nutzer sich auf dem Bildschirm durch dreidimensionale Darstellungen von Straßenzügen bewegen. Die Funktion soll im Herbst zunächst für einige ausgewählte Gebiete wie die Umgebung von San Francisco verfügbar sein.

Löschung kann beantragt werden

Gesichter und Autokennzeichen werden bei Look Around - wie auch etwa bei Googles Street View - automatisch verpixelt. Nutzer können die Löschung von Rohdaten mit der Abbildung von Personen oder Häuser aber auch beantragen. Diese Möglichkeit bietet der Konzern vor einer möglichen Einführung von Look Around in Deutschland und direkt zum Start der Kamerawagen-Fahrten an. Dafür reicht eine Mail an mapsimagecollection@apple.com mit dem Ort und ungefähren Zeitpunkt der Aufnahme.

Fahrzeuge sind mit Laser-Radar ausgestattet

Vor dem Start in Deutschland war Apple mit dem bayerischen Datenschutzbeauftragten in Kontakt. Die Daten aus den Fahrzeugen werden auf Apples Server in den USA geladen. Die Fahrzeuge sind neben Foto-Kameras mit Laser-Radaren ausgestattet, die ihre Umgebung in 3D abtasten. Die auch unter dem Namen Lidar bekannten Geräte werden unter anderem in selbstfahrenden Autos eingesetzt. Die Fahrzeuge zeichnen zudem per GPS ihren Aufenthaltsort auf. Andere Daten werden laut Apple nicht erhoben.

(dpa / ste)