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Stresemannstraße Hamburg

Droht dem Diesel-Fahrverbot das Ende?

Hamburg, 31.05.2019
Stau, Verkehr, Autobahn

Nähert sich das Fahrverbot dem Ende?   

Vor einem Jahr wurden sie ausgesprochen, nun könnten sie aufgelöst werden: Die Fahrverbote in der Stresemannstraße in Hamburg.

Wurde der Zweck erfüllt? Vor einem Jahr wurden Fahrverbote in der Stresemannstraße ausgesprochen. Es waren die ersten bundesweit. Diese könnten nun ein Ende haben.

Verbot über ein Jahr alt

Ende Februar wurde es entschieden, im Mai 2018 trat es in Kraft: Zwei vielbefahrene Straßen in Hamburg wurden mit einem Diesel-Fahrverbot belegt, die Stresemannstraße und die Max-Brauer-Allee. Während es bei zweiter Straße um alle Fahrzeuge gilt, wurde das Verbot in der Stresemannstraße nur für LkW unterhalb der Euro-6-Norm gesperrt. Ausgenommen von den Fahrverboten wurden Anwohner und deren Besucher, sowie Krankenwagen, Müllautos und Lieferfahrzeuge. Der grüne Umweltsenator Jens Kerstan sagte hierzu: "Bei den Durchfahrtsbeschränkungen ist es möglich, dass die erste Maßnahme in gut anderthalb Jahren aufgehoben werden könnte, wenn sich der jetzige Trend fortsetzt." 2023 könnte das Dieselfahrverbot in der Max-Brauer-Allee zurückgenommen werden. 

Erfolg lässt sich langfristig sehen

Der Erfolg lässt sich auf langer Strecke sehen: An der Stresemannstraße wurden die Grenzwerte an 187 von 365 Tagen überschritten, vier Meter über dem Boden waren es immerhin 156 Tage. In der Max-Brauer-Allee gleich: Hier wurde an 217 von 363 Tagen ein überhöhter Wert gemessen, vier Meter über dem Boden waren es von 357 Tagen immerhin 168. Im Gesamtbild ist das allerdings ein Fortschritt: Der Stickoxidgehalt ist im Vergleich zum letzten Jahr um 13 % in der Stresemannstraße zurückgegangen. Die Luft sei insgesamt besser geworden, ein Grund mehr, dass Gegner der Aufhebung ein Bestand des Verbotes wollen.

Hohe Kosten

Die Stadt Hamburg hat sich das Verbot einiges kosten lassen: Eine halbe Million Euro für Verbots- und Umleitungsschilder. Im vergangenen Jahr wurde der Verkehr 20 Mal kontrolliert, ein Viertel der Autofahrer wurden dabei mit einem Diesel erwischt. Die Strafe ist allerdings gering: Mit rund 20 Euro kommen Autofahrer davon. 

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