Radio Hamburg

So fahren Bahnen, Züge & Co.

"Friederike" stürmt auf uns zu

Hamburg, 18.01.2018
Deutscher Wetterdienst Friederike

Sturmtief "Friederike" bringt Schnee und Böen bis 115 km/h. 

In vielen Teilen Deutschlands, auch im Norden, werden Orkanböen bis zu 115 Stundenkilometern durch Sturmtief "Friederike" erwartet.

Sturmtief "Friederike" dürfte nach Einschätzung eines Experten des Deutschen Wetterdienstes nicht so große Schäden anrichten wie Sturmtief "Xavier" im Oktober. Damals hätten die Bäume wesentlich mehr Laub getragen und damit dem Wind mehr Angriffsfläche geboten als jetzt im Januar, sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried am frühen Mittwochmorgen. Er gehe nicht davon aus, dass "Friederike" ein ähnliches Schadensniveau erreichen könne. 

Von einer Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein: Bei den Windgeschwindigkeiten könnte "Friederike" durchaus das Niveau von "Xavier" erreichen, sagte der Meteorologe. Der DWD warnt in vielen Teilen des Landes vor Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 115 Stundenkilometern, die in Hochlagen auch heftiger werden können - im Harz bis 160 Stundenkilometer.

Erst Schnee, dann Sturm

Das Sturmtief habe auch Schnee im Gepäck, sagte Eifried. In Kombination mit kräftigem Wind könne es in Hochlagen ab Nachmittag zu Schneeverwehungen kommen. Auch hier in Hamburg soll es im Laufe des Tages dicke Flocken geben. Seiner Vorhersage zufolge trifft der Sturm am Morgen auf den Südwesten Niedersachsens und den Westen von Nordrhein-Westfalen. Er ziehe danach "in einem breiten Streifen von West nach Ost".

Derzeit kommt mit dem Schnee auch die Glätte auf die Straßen. Unbedingt vorsichtig fahren und lieber zehn Minuten eher den Weg zur Arbeit, zum Arzt etc. antreten.

In Regionen, denen Orkanböen drohen, empfehlen die Meteorologen, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Sie warnen vor entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

Sturm, Orkanböen & Co. Deine Checkliste

Alle Fenster geschlossen? Ggf. auch die Rollläden herunterlassen.





Lose Töpfe, Sonnenschirm oder Besen auf dem Balkon oder der Terrasse? Schnell reinräumen.





Ihr habt Kinderspielzeug im Garten? Vielleicht sogar ein Trampolin. Am besten irgendwo befestigen oder sogar ganz abbauen. Die fliegen ansonsten gern mal durch die Gegend und können auch Menschen schwer verletzten.





Ihr seid Hausbesitzer? Ihr müsst dafür sorgen, dass zum Beispiel keine losen Dachziegel durch die Gegend fliegen können.





Fahrrad gesichert? Am besten am Zaun, Baum festketten oder wenn ihr einen Schuppen oder eine andere Unterstellmöglichkeit habt, dann da rein. Oder ihr könnt das Rad mit in die Wohnung nehmen. 





Parkt euer Auto nicht unter Bäumen, Masten etc. Grundsätzlich bei Sturm langsam fahren, Türen langsam öffnen, Dachboxen entfernen und wenn möglich, ohne Anhänger fahren.





Wichtig für euch: Wenn möglich, haltet euch drinnen auf. Ansonsten bitte Parks, Wälder oder baumreiche Straßen möglichst meiden.





So fahren Busse, Bahnen und Züge

Die Deutsche Bahn oder der Metronom haben schon seit Mittwoch (17.01.) vor "Friederike" gewarnt und das es ggf. auch wieder zu Zugausfällen oder Verspätungen kommen kann. Hier könnt ihr euch jederzeit informieren, ob euer Bus, Zug oder Hochbahn fährt.

Zur Live-Auskunft der Deutschen Bahn  

Der Metronom informiert euch auf Facebook

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RE4 Hamburg-Rotenburg-Bremen: www.facebook.com/metronom.RE4.Hamburg.Rotenburg.Bremen/

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(aba)