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Offenbar nur wenige Schäden

"Benjamin" über Hamburg hinweggezogen

Hamburg, 09.01.2019
Fischmarkt, Hochwasser, 08.01.19

Der Fischmarkt stand Dienstag unter Wasser.

Sturmtief "Benjamin" ist am Dienstag zum Teil mit Orkanböen über Norddeutschland gefegt. Größere Schäden blieben aber offenbar aus.

Hamburg erlebte am Dienstag die erste Sturmflut des Jahres. Die Elbe überflutete ab dem späten Nachmittag Teile des St.-Pauli-Fischmarkts. Der Scheitel sei nach 17.30 Uhr mit 2,08 Metern über dem mittleren Hochwasser erreicht worden, sagte ein Sprecher des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Damit war der Fischmarkt vorübergehend bis zu einem halben Meter unter Wasser.

"Nichts Besonderes für Hamburg"

Die Feuerwehr in der Hansestadt musste bis zum Abend zu 20 sturmbedingten Einsätzen ausrücken. So war in Hamburg-Harburg eine zehn Meter hohe Buche auf drei Autos gefallen. In Wilhelmsburg habe sich auf dem Dach einer 2000 Quadratmeter großen Kühlhalle 30 Zentimeter Wasser gesammelt, das von der Feuerwehr abgepumpt wurde, sagte ein Sprecher. Aber für Hamburg sei das alles nichts Besonderes gewesen, sagte ein Sprecher.

Es bleibt windig

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes überschritt das Sturmtief am Nachmittag seinen Höhepunkt. Spitzenreiter bei den Windgeschwindigkeiten war bis dahin die ostfriesische Insel Spiekeroog in Niedersachsen mit Orkanböen von 119 km/h (12 Beaufort). In Schleswig-Holstein wurden auf Helgoland und Sylt Sturmböen bis 93 km/h Windgeschwindigkeit gemessen (10 Beaufort), in Büsum sowie in der Ostsee am Leuchtturm Kiel 89 km/h (10 Beaufort). Im Landesinneren gehörten Glücksburg (83 km/h = 9 Beaufort) und Rendsburg (76 km/h = 9 Beaufort) zu den besonders stürmischen Orten. In Hamburg war es mit Böen von 70 km/h am Flughafen (8 Beaufort) vergleichsweise ruhig.

"Der Wind wird vor allem im Binnenland spürbar weniger", sagte der Hamburger Meteorologe Michael Knobelsdorf. An den Küsten von Nord- und Ostsee bleibe es allerdings weiterhin stürmisch. Der Wind flaut nach Einschätzung des DWD in der Nacht auf Donnerstag kurzzeitig ab, bevor am Wochenende wieder Sturm angesagt ist.

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(dpa / ste)