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Institut für Hygiene und Umwelt wird 125 Jahre

Die 7 tödlichsten Krankheiten der Welt

Hamburg, 21.09.2017
Labor, Untersuchung

Das Institut für Hygiene um Umwelt in Hamburg feiert 125. Geburtstag. Gründungsgrund war eine Cholera-Epidemie.

Das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt feiert sein 125-jähriges Bestehen. Am 23. September 1892 wurde die Arbeit offiziell aufgenommen.

Die Cholera wütet in Hamburg - verschmutztes Trinkwasser fordert im Jahr 1892 mehr als 8500 Todesopfer. Zum Vergleich: Beim Hamburger Stadtbrand 1842 starben 52 Menschen. Wegen der verheerenden Cholera-Seuche wurde noch im gleichen Jahr das Hygienische Institut gegründet, um den Ausbruch einer solchen Seuche künftig zu verhindern. 

Die knapp 300 Mitarbeiter kümmern sich um mehr als 250 000 Proben und eine Million Untersuchungen jährlich. Zum Beispiel kontrollierte das Institut im Sommer 17 Eierproben auf das Pflanzenschutzmittel Fipronil. Ergebnis: In keinem Fall wäre es schädlich gewesen, die Eier zu essen. Besonders gefordert ist das Institut bei größeren Krisen wie der Ehec-Epidemie im Jahr 2011. Ein Testergebnis zu Ehec-Erregern auf spanischen Salatgurken, das später korrigiert werden musste, führte zu einem spektakulären Rechtsstreit, der erst vor einem Monat beigelegt werden konnte.

Auch das Institut für Hygiene und Umwelt muss sich den Herausforderungen der Globalisierung und Digitalisierung stellen. So müssen beispielsweise Wege gefunden werden, wie sich Mikroplastik oder gentechnisch veränderte Pflanzen auf die Umwelt auswirken. Auch neuartige Entwicklungen wie multiresistente Keime müssen erforscht und an der Ausbreitung gehindert werden. 

Über die Jahrzehnte gab und gibt es immer wieder unglaublich gefährliche und vor allem tödliche Krankheiten, die das Institut für Hygiene und Umwelt beschäftigen. Die traurige Top 7...

Geißeln der Menschheit Die schlimmsten Krankheiten der Welt

Pocken

Eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Geschichte. Durch konsequente Impfung gelten die Pocken seit 1980 als ausgerottet. Vorher führten sie zu einer Sterblichkeitsrate von 90 Prozent.





Pest

Man verortet die Pest ja gern nur ins Mittelalter, aber es gibt sie auch heute, z.B. in China oder Madagaskar ist sie in den letzten Jahren aufgetreten. Eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika hilft mittlerweile, ansonsten würde die Pest zum Tode führen.





Schlafkrankheit

Das klingt erstmal harmlos, die Schafkrankheit allerdings verläuft immer tödlich, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt wird. ie wird von der Tsetsefliege vor allem in den tropischen Regionen Afrikas übertragen.





HIV/Aids

Rund 40 Millionen Menschen weltweit gibt es, die HIV-positiv sind, über 2 Millionen Menschen sind bereits daran gestorben. Die Immunschwächekrankheit ist mittlerweile mit Medikamenten gut in Schach zu halten und damit kann die Lebensduaer verlängert werden. Eine komplette Heilung gibt es aber nicht.





Prionerkrankung

Die Prionerkrankung gilt als DIE tödlichste Krankheit der Welt. Sie wird auch schwammiges Hirnleiden genannt. Sie entsteht durch Prionen. Dabei handelt es sich um bei jedem Menschen vorkommende Eiweiße, die bei diesen Erkrankungen allerdings fehlgefaltet sind. Durch diese Veränderung aus dem körpereigenen Eiweiß entsteht die infektiöse Form. Die Krankheit verläuft immer tödlich.





Bakterielle Meningitis





Ebola

Diese Krankheit ist heute noch akut, vor allem in Westafrika. Ebola ist eine Viruskrankheit, verläuft in 90 Prozent der Fälle tödlich. Wichtig ist, das Patienten isoliert und behandelt werden. Ein einziges Gegenmedikament gibt es nicht.





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