Radio Hamburg

Draußen stark machen

Tag der Rückengesundheit am 15. März

Strecken

Rückenschmerzen sind zur Volkskrankheit geworden. Hier erfahrt ihr zum Tag der Rückengesundheit, wie ihr am besten vorbeugen könnt. 

Ich hab Rücken! Kommt euch dieser Satz bekannt vor? Rückenschmerzen sind zum Volksleiden geworden und die Betroffenen werden immer jünger. Tipp: Nehmt eure Gesundheit selbst in die Hand! Der bundesweite Tag der Rückengesundheit am 15. März 2018 gibt auf jeden Fall Anlass dazu. Sitzen gilt übrigens als das neue Rauchen. Die meisten Deutschen sitzen in der Tat zu viel, bewegen sich zu wenig. Das ist schlecht für den Rücken. Erfahrt hier, wie ihr  im Büro richtig sitzen sollten.

Motto: "Rückenfit an der frischen Luft"

Wer viel sitzt, sich im Alltag zu wenig bewegt und nicht auf eine ideale Körperhaltung achtet, riskiert bleibende Haltungsschäden und muskuläre Dysbalancen. Beim 17. Tag der Rückengesundheit, kurz TdR 2018, sollen Menschen in Deutschland daher für die gesunde und rückenstärkende Bewegung an der frischen Luft begeistert werden. Das Motto soll motivieren, sich körperlich zu betätigen, ob im Fitnessstudio, in der Sporthalle und eben in der Natur.

Experten zeigen, wie man vorbeugt

Mithilfe von regionalen Schnupperkursen, Infoveranstaltungen und Experten-Workshops, unter anderem geleitet von Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern, soll beim Aktionstag gezeigt werden, was jeder Bürger mit relativ einfachen und günstigen Mitteln tun kann, um seine Rückenfitness zu verbessern, die Muskulatur zu kräftigen und Haltungsschäden vorzubeugen. Es gibt sehr viele Übungen, die man allein oder zu zweit machen kann, die Freude bereiten und abwechslungsreich sind. Sie klappen zu Hause, im Garten oder im Park. Der Vorteil: Die Zeit draußen "wirkt sich positiv auf die psychische und physische Gesundheit aus", schreibt der Bundesverband deutscher Rückenschulen ( BdR).

Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag im Jahr 2002 vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK), einer der ältesten Organisationen für Gesundheitsaufklärung in Deutschland. Mittlerweile hat der BdR e. V. die Schirmherrschaft übernommen.

Es gibt spezifische und unspezifische Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können spezifisch oder unspezifisch sein. Unspezifische Rückenschmerzen wie Verspannungen oder Muskelreizungen sind meist harmlos und verschwinden von allein wieder. Problematisch wird es allerdings, wenn die Schmerzen im Rücken zunehmend stärker und chronisch werden, weil der altersbedingte Verschleiß Symptome hervorruft (Arthrose) oder sich eine ernstzunehmende Wirbelsäulen-, Gelenks- oder entzündliche Muskelkrankheit dahinter verbirgt.

Morbus Bechterew

Morbus Bechterew zum Beispiel ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, bei der sich die Wirbelsäule versteifen kann. Es ist eine der häufigsten Rheuma-Formen und kann auch junge Personen zwischen 20 und 30 Jahren treffen. In Deutschland leiden etwa 350.00 Menschen darunter. Unbehandelt und ohne förderliche Gegenmaßnahmen durch Rückentraining und Krankengymnastik, kann Morbus Bechterew die Lebensqualität und Beweglichkeit der Betroffenen massiv einschränken.

Bechterewlern verschreibt ein Rheumatologe gewöhnlich kortisonfreie Antirheumatika. Helfen diese nicht ausreichend, kommen Biologika mit Wirkstoffen wie Secukinumab zum Einsatz.