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Mobil in Hamburg

Braucht ihr in der Stadt ein eigenes Auto?

Hamburg, 15.08.2017
Stau, Hamburg, Auto

Stau gehört für viele zum Tagesgeschäft. Das Aufkommen wird in den kommenden Jahren noch weiter steigen. Grund genug, sich allmählich Alternativen bewusst zu machen.

Ein Auto kann in einer Weltmetropole wie Hamburg ein großer Vorteil sein. Doch um sich in puncto Mobilität bestens abzusichern, muss es nicht immer ein eigener Pkw sein. 

Mittlerweile gibt es vor allem in Großstädten wie Hamburg eine Menge Alternativen, die ein bequemes Reisen ermöglichen. Aus diesem Grund haben wir die Situation näher beleuchtet und zeigen euch, ob ihr wirklich ein Auto in der Hansestadt benötigt.

Immer dichterer Verkehr - Alternativen zum eigenen Pkw

Laut einer aktuellen Studie des Weltwirtschaftsinstituts wächst das Verkehrsaufkommen gerade in Großstädten wie Hamburg unaufhörlich. Bis zum Jahre 2020 wird sich die Anzahl der Staus vervielfachen und bedeutet damit für Autofahrer mehr Stress und Verspätungen. Das Straßennetz in Hamburg ist mittlerweile schon mit dem hohen Verkehrsaufkommen sehr stark belastet – hinzu kommt, dass die Zahl der Durchreisenden und Pendler in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen soll. Somit stellt sich die Frage, ob es tatsächlich ein eigenes Auto sein muss, um komfortabel durch Hamburg zu reisen.

Ein eigenes Auto ist sicherlich bequem und komfortabel. Weitere Pluspunkte werden schnell gesammelt durch Flexibilität – immer dorthin fahren zu können, wo man gerade hinmöchte – und den praktischen Laderaum. Nicht selten wird vor allem für den Wochenendeinkauf der Kofferraum rasch mit Einkaufstüten und Tragetaschen gefüllt, die sonst mühsam zur Wohnung geschleppt werden müssten.

Theoretisch spart ein eigenes Gefährt also zum einen Kraft, zum anderen aber auch Zeit. Wären da nicht die lästigen Staus… Hamburgs Straßen sind nicht selten verstopft, auch außerhalb des Berufsverkehrs sind einige Hauptverkehrsadern Stop and Go Zonen. Selbst wer staufrei zum Ziel kommt, steht mit der Parkplatzsuche vor der nächsten Herausforderung: Zwar gibt es hierfür Parkapps, die Zeit bei der Parkplatzsuche sparen sollen – aber diese helfen nicht immer.
Wer sich dennoch für ein eigenes Auto entscheidet, sollte zunächst die Kosten abwägen. Sowohl Neu- als auch Gebrauchtwagen können sich finanziell lohnen. Gebrauchtwagen sind vor allem in der Anschaffung preisgünstig; bei der Entscheidung für ein passendes Modell hilft die Gebrauchtwagen Top 25 der AutoBILD. Bei einem guten Finanzierungsplan kann aber auf längere Sicht auch ein Neuwagen günstiger sein – oft sind die Instandhaltungskosten wesentlich niedriger als bei einem Gebrauchten. Zumal es weitere Sparmöglichkeiten gibt, wenn das eigene Auto finanziert werden soll: Wer etwa einen Autokredit bei Financescout24 anfragt, wird zusätzlich auf einen Barzahlerrabatt hingewiesen. Mit diesem lassen sich bei Barzahlung die Ausgaben weiter senken.

Weit verbreitete Alternative: Carsharing

Beim Carsharing teilt man sich das Auto mit verschiedenen Fahrern. Ein Vorteil: Jeder Fahrer kann das Auto genau dann anmieten, wenn er es benötigt – und spart sich so den teuren Unterhalt, wenn das Fahrzeug ohnehin nicht gebraucht würde. Und profitiert bei Anmietung von allen Vorteilen, die auch ein eigenes Auto mit sich bringt: Flexibilität, Komfort und natürlich auch die Transportmöglichkeit für Einkäufe.

Das Prinzip Carsharing ist vor allem in Großstädten beliebt. Hier teilen sich inzwischen mehrere Anbieter die Kunden. Zahlreiche unterschiedliche Anbieter haben im Stadtgebiet Fahrzeuge. Eine Liste mit den Carsharing-Diensten in Hamburg zeigt, wie zahlreich das Angebot auch hier ist.

Aber auch hier bestehen Nachteile: Wie beim eigenen Auto ist auch das Carsharing-Fahrzeug nicht immun gegen Staus; zudem muss auch hier ein Parkplatz gefunden werden. Zwar bieten erste Anbieter schon Handshake-Übergaben an – ein Mieter übergibt das Auto also ohne es zu parken direkt an den Folgemieter – doch nicht immer steht bereits ein Nachmieter bereit. Umgekehrt kann ebenfalls das Problem auftreten, dass kein Fahrzeug in der Nähe verfügbar ist.

Öffentliche Verkehrsmittel bestechen durch beste Planbarkeit

Wer vorausplanen möchte, kann daher alternativ auch auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Das Streckennetz ist vor allem zentrumsnah sehr dicht ausgebaut, aber auch außerhalb gelegene Stadtteile sind per Bus oder S-Bahn gut angebunden. Besonders bequem: Dank minutengenauer Abfahrtszeiten in der HVV-App lässt sich die Fahrzeit zuverlässig vorausplanen.

Die Fahrt lohnt sich vor allem für längere Strecken – dann fahren U-Bahn und S-Bahn bequem am Stau vorbei, und auch die Busse können den stockenden Verkehr stellenweise auf eigenen Busspuren umfahren. Für kurze Strecken eignen sich auch Fahrrad oder der Weg zu Fuß und lässt Euch manchmal schneller ans Ziel kommen, als mit einem eigenen Pkw. StadtRAD bietet in Hamburg mehrere Stationen an, bei denen Mieträder ausgeliehen und auch wieder abgestellt werden können.

Es muss nicht immer ein eigenes Auto sein, um sich sicher und schnell durch eine der größten Städte Deutschlands zu bewegen. Je nach individueller Situation stellt Hamburg genügend passende Alternativen zur Verfügung.