Radio Hamburg

Warum ihr jetzt zuschlagen solltet

Günstige Mietpreise auf dem Hamburger Wohnungsmarkt?

Hamburger Hafen

Das ist Hamburg: Nach der Arbeit einfach schnell mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken fahren, ein Fischbrötchen bzw. Rundstück genießen oder vielleicht noch einen kurzen Abstecher mit der Fähre in Finkenwerder machen. Ihr kennt es: Hamburg kann so Vieles. Trotz Großstadt-Hektik bleibt durch den Hafen die Verbundenheit zur Natur – die stets frische Brise und die vereinzelten Klänge von Möwen tragen hierzu bei. Hamburg ist manchmal wie ein sehr großes Dorf – alles Wichtige ist recht zügig zu erreichen. Und dennoch kann die zweitgrößte Stadt Deutschlands mit den weltweiten Metropolen mithalten: Im Jahre 2011 wurde die hanseatische Stadt, die mit seinen 2.500 Brücken auch als "Venedig des Nordens" bezeichnet wird, als Umwelthauptstadt Europas gekürt. Vergangenes Jahr schaffte es Hamburg sogar in die weltweite Top Ten der Städte mit der besten Lebensqualität – so eine Studie der britischen Wochenzeitung "The Economis". Das deutsche "Tor zur Welt" besticht mit Weltoffenheit und seit 2017 sogar mit einer neuen globalen Galionsfigur: Der sogenannten "Elphi" (Elbphilharmonie). Doch welche Konsequenzen hat dieser Rang, den Hamburg mittlerweile innehat?

Das Hamburg Lebensgefühl

Dass Hamburg nicht nur eine Stadt, sondern ein Lebensgefühl ist, schlägt sich auch in den Mietpreisen nieder. Immer mehr Menschen wollen in Hamburg leben und hohe Lebensqualität hat ihren Preis: Die Grundstücks- und Mietpreise steigen von Jahr zu Jahr. Soll es an die Alster, an die Biller, an die Elbe oder doch lieber an den Hafen gehen? Grundsätzlich gilt: Alle Wohngebiete im Bereich der Innenstadt sind sehr begehrt. Dass Hamburger alles andere als hanseatische Zurückhaltung beweisen können, zeigen schon die Jüngsten von ihnen: Exemplarisch steht hierfür nicht nur das neuerdings veröffentlichte Protestvideo Hamburger Schülerinnen gegen Imperative der Schönheitsindustrie in TV-Formaten. Auch Oberstufenschüler eines Gymnasiums in Niendorf finden deutliche Worte – in diesem Falle zu den gestiegenen Mietpreisen ihrer Heimatstadt. Sie fanden heraus: Bei der Standortwahl Ihrer Hamburger Wohnung können Sie einiges sparen.

Die Vorteile eines Zweitwohnsitzes

Ihr müsst aus beruflichen Gründen pendeln und zieht die Mietung bzw. den Erwerb einer Zweitwohnung in Betracht? Dann greift jetzt zu! Ihr könnt hiervon in vielerlei Hinsicht profitieren: Sei es – angesichts steigender Mietpreise – als Kapitalanlage für die Zukunft oder als ein späterer Wohnort für den Nachwuchs. Wusstet ihr übrigens, dass ihr eure Zweitwohnung sogar steuerlich absetzen könnt? Wer in zwei Wohnungen Mieter ist und sich jeweils finanziell an den Mietkosten beteiligt, kann die entstehenden Aufwendungen für die Nutzung der zweiten Unterkunft absetzen, solange sie einen Wert von monatlich 1.000 Euro nicht überschreiten. Es lohnt sich hierbei auch die Beratschlagung durch einen Steuerberater, da dieser zusätzliche Einsparmöglichkeiten ausloten und dadurch den jährlichen Geldsegen vergrößern kann. Dieser wird euch auch verraten, dass ihr euch die Fahrtkosten von der beruflichen Wohnung zu eurer Hauptwohnung, einmal wöchentlich steuerlich anrechnen lassen können.

Wo wohnt es sich in Hamburg am günstigsten?

Hier ein  Einblick in die Entwicklung der Preise von 2015 bis 2017  bei der Neuvermietung einer Immobilie – abhängig vom jeweiligen Stadtteil:

Stadtteil Preis pro Quadratmeter (Entwicklung von 2015 bis 2017)
Blankenese 14,07 Euro → über 15 Euro
Bramfeld 8,24 Euro → 10,50 bis 12 Euro
Eißendorf 10,27 Euro → 9 bis 10,50 Euro
Hafencity In Konstruktion → über 17 Euro
Harvestehude 16,92 Euro → über 17 Euro
Heimfeld 10,27 Euro → 9 bis 10,50 Euro
Marmstorf 9,44 Euro → 9 bis 10,50 Euro
Ohlsdorf 8,24 Euro → 10.50 bis 12 Euro
Rotherbaum 16,92 Euro → über 17 Euro
Sinstorf 9,44 Euro → 9 bis 10,50 Euro
Sülldorf 14,07 Euro → 12 bis 13,50 Euro
Hamburg gesamt 11,24 Euro → 12,68 Euro

 Das sagt die Tabelle

Die Zahlen weisen darauf hin, dass die Mietpreise im Durchschnitt tatsächlich gestiegen sind – und dies rasanter als die allgemeinen Lebenshaltungskosten: Innerhalb von zehn Jahren hat sich der durchschnittliche Mietpreis bei einem Mieterwechsel bzw. Neubezug in Hamburg von 8,61 Euro auf 12,68 Euro erhöht. Die Höhe der monatlich zu entrichtenden Kosten hängen jedoch stark vom jeweiligen Hamburger Stadtteil ab. Dass die Mietkosten in der Hafencity, wegen seiner Nähe zur "Elphi", immens hoch sind, steht außer Frage. Eine Erklärung für die hohen Wohnungspreise in anderen Stadtteilen liefert womöglich auch das generell hohe Einkommen der dort lebenden Hamburger. Dennoch sind die Mieten beispielsweise in Harvestehude und Rotherbaum nicht nennenswert gestiegen. Außerdem gibt es noch eine Menge Stadtteile, bei welchen die Preise bei einer Neuvermietung noch unter 10 Euro liegen wie beispielsweise in Lohbrügge, Veddel oder in Wilstorf. Ebenso auffällig ist, dass in Eißendorf, Heimfeld und Sülldorf die Mietkosten im Durchschnitt sogar gesunken sind. Generell kann festgehalten werden: Je näher man am Nordufer der Elbe wohnt, desto teurer wird es! Im Süden der Elbe wohnt es sich jedoch vergleichsweise günstig. Diesbezüglich lohnt sich auch ein Blick auf die Grafik zur Mietpreis-Untersuchung des Niendorfer Gymnasiums.

Mietpreisbremse muss umgesetzt werden

Damit Hamburg für alle Bewohner eine Perle bleibt, müsse die Stadt, so formulieren es viele Kritiker, vor allem noch dafür sorgen, dass die gesetzliche Mietpreisbremse konsequent umgesetzt wird, um dem Anstieg der Mietkosten wirksam zu begegnen. Die bisherigen Zahlen deuten darauf hin, dass hier noch Verbesserungsbedarf besteht. Schließlich wird bei einer Neuvermietung mancherorts noch ordentlich der Preis frisiert – und dies teilweise mehr als durch die Mietpreisbremse erlaubt ist (und nicht nur in Hamburg). Wer weiß, wie sich die Preise in unserer Hansestadt im Laufe der nächsten Jahre noch entwickeln? Fakt ist: Wer sich jetzt eine Wohnung schnappt, hat Ruhe!