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Radio Hamburg

Virgin Atlantic storniert A380

Erneuter Rückschlag für Airbus

Hamburg/Toulouse, 08.03.2018
Neues Crop Image

Die Fluggesellschaft Emirates ist derzeit noch der einzige Großkunde für den A380.

Virgin Atlantic, die vom britischen Milliardär Richard Branson gegründete Fluggesellschaft, hat kein Interesse mehr am A380. Eine weitere Hiobsbotschaft.

Airbus muss bei seinem doppelstöckigen Riesenflieger A380 einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Virgin Atlantic, die vom britischen Milliardär Richard Branson gegründete Fluggesellschaft, hat kein Interesse mehr am Superjumbo und strich die vor einigen Jahren vereinbarte Kaufoption für sechs Flieger.

Virgin bestätigte am Mittwoch die Stornierung. Die Fluggesellschaft setzt wie so viele andere Konkurrenten auf etwas kleinere Langstreckenflieger wie den Airbus A350. Diese Maschinen lassen sich flexibler einsetzen. Boeing hat bei seinem Jumbo 747 das gleiche Problem. Immer wieder kochen deshalb Spekulationen hoch, die Hersteller könnten die Riesenflieger ganz einstellen.

Große Herausforderungen für Airbus

Airbus hatte erst am Nachmittag mitgeteilt, dass wegen der schleppenden Nachfrage nach dem A380 und Problemen beim Militärtransporter A400M 3700 Stellen betroffen seien. So soll die Produktion des A380 ab dem Jahr 2020 auf monatlich sechs Maschinen gedrosselt werden. Einziger Großkunde des Modells ist Emirates.

Der Hersteller zeigte sich aber zuversichtlich, "den meisten der betroffenen Mitarbeitern" neue Stellen im Unternehmen anbieten zu können. Eine Zahl zu den möglichen Verlagerungen wurde am Mittwoch nicht genannt.

Ein neuer Plan sehe vom Jahr 2020 an die Fertigung von nur noch sechs Passagierjets vom Typ A380 und acht Militärtransportern A400M pro Jahr vor, teilte Airbus im französischen Toulouse nach einem Treffen mit dem Betriebsrat mit. In Deutschland gebe es "besondere Herausforderungen" für die Werke in Bremen und Augsburg, hieß es ergänzend. Wie viele Jobs am Standort Deutschland betroffen sein könnten, blieb offen.

(dpa/aba)