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Radio Hamburg

Stiftung Warentest

Fahrradsitze für Kinder im Test

Hamurg, 20.02.2018
Fahrradsitze Kinder

Zwei verbreitete Fahrradsitze für Kinder hat Stiftung Warentest die Note "Mangelhaft"verliehen. Warum und welche?

Jeder von uns, der Kinder hat, kennt es. Einen Fahrradsitz für die Kids zu montieren ist nicht gerade einfach und vorher schläft man nächtelang nicht, weil man sich nicht entscheiden kann, welcher der beste, sicherste und bequemste Sitz für die Kleinen ist. 

Große Auswahl, komplizierte Montage und irgendwie fährt doch oft ein unsicheres Gefühl mit. Die Stiftung Warentest hat jetzt 17 Fahrradsitze für Kinder getestet. Im Test: Fahr­radsitze vom Baumarkt und von Marken­herstel­lern wie Britax Römer, Hamax und Thule. 

Gute Kinder­sitze fürs Fahr­rad ab 60 Euro

Neun Fahr­radsitze aus dem Test (alle Ergebnisse ab März in der Printausgabe der Stiftung Warentest am Kiosk) sind insgesamt gut: Sie sind sicher, robust und ordentlich zu fahren. Drei davon werden vor dem Fahrer montiert und eignen sich für Passagiere bis 15 Kilogramm. Mit den sechs anderen lassen sich Kinder mit bis zu 22 Kilogramm Gewicht im Rücken des Fahrers kutschieren. Ab 60 Euro sind die Favoriten zu haben.

Sicher­heits­probleme bei Römer-Fahr­radsitzen

Vier Fahr­radsitze bekommen nur die Note Mangelhaft, darunter die beiden weit verbreiteten Sitze von Britax Römer. Die Verschlüsse der Sitze Jockey Comfort und Jockey Relax lassen sich kinder­leicht öffnen – ein unnötiges Sicher­heits­risiko. Um die Sicherheit der Kinder zu gewähr­leisten, verlangt die Prüfnorm für Kinder­fahr­radsitze, dass die Anschnall­gurte entweder mit zwei separaten Hand­bewegungen zu öffnen sind oder mit einer Kraft von mindestens 40 Newton. Die Verschlüsse der beiden Kinder­sitze von Britax Römer lassen sich mit einem Griff und einer Kraft von etwa 20 Newton lösen. Knopf drücken, den Stecker ziehen – das schaffen selbst kleine Kinder. Eltern bemerken es möglicher­weise nicht, da die Kinder­sitze hinter dem Fahrer montiert werden.

Auf die Frage von Stiftung Warentest an das Unternehmen "Römer", ob verunsicherte Eltern Sitz oder Verschlüsse umtauschen können, antwortete dieses: "Falls ein Produkt beschädigt ist, tauschen wir es natürlich im Rahmen der normalen Garantie aus." Zu leicht zu öffnende Verschlüsse zählen jedoch nicht dazu. Am besten ist es also, regelmäßig, auch während der Fahrt zu prüfen, ob die Gurte verschlossen sind und mit dem Kind darüber zu reden.

(dpa/aba)