Radio Hamburg

Abschluss der Paralympics

Gute Stimmung im deutschen Lager

Pyeongchang, 19.03.2018
Paralympics 2018 Pyeongchang

Seit Sonntag (19.03.) sind die Paralympics im südkoreanischen Pyeongchang zu Ende. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ist zufrieden mit dem Ergebnis.

Das deutsche Team ist nach der Abschlussfeier der Paralympics in Pyeongchang (Südkorea) bestens aufgelegt. "Ich bin höchstzufrieden. Das ist ein wunderbares Ergebnis für das deutsche Team", erklärte DBS-Präsident Julius Beucher. "Ich blicke mit Stolz auf die Leistungen der Mannschaft."

Deutsches Team schließt Paralympics erfolgreich ab

Deutschland hatte in den alpinen und nordischen Disziplinen mit sieben Gold-, acht Silber- und vier Bronzemedaillen für gute Stimmung gesorgt. Die erfolgreichste deutsche Athletin war die 46 Jahre alte Biathletin und Langläuferin Andrea Eskau. Sie stieg mit sechs Medaillen in den Flieger zurück nach Deutschland. Der deutsche Kader-Boss Karl Quade war besonders zufrieden mit dem deutschen Nachwuchs. "Auch die jungen Athleten haben schon mit sehr guten Platzierungen aufgewartet." So gewann zum Beispiel die sehbehinderte Biathletin Clara Klug (23) bei ihrer ersten Paralympics-Teilnahme mit ihrem Guide Martin Härtl zwei Bronzemedaillen und durfte auf der kunterbunten Abschlussfeier die deutsche Fahne ins Stadion tragen - nicht ohne vorher noch für einen Schmunzler zu sorgen. 

Die besten Zitate So cool sind unsere deutschen Paralympics-Athleten

"Ohne ihn wüsste ich nicht, wo ich bin. Ohne ihn könnte ich nicht einlaufen. Das wäre sicher witzig für alle - außer für mich."

(die sehbehinderte Clara Klug über ihren Guide Martin Härtl, mit dem sie geimeinsam auf der Schlussfeier als Fahnenträgerin lief)





"Schwimmen ist nicht so meine Hauptdisziplin- Aber Schwimmflügel her und weiter geht´s."

(Clara Klug zu den Streckenverhältnissen nach einsetzendem Frühling)





"Ich hoffe, der Schnee in Pyeongchang ist nicht höher als 1,50 Meter."

(Mathias Mester, kleinwüchsiger ARD-Experte)





"Die meisten sind 20 oder mehr Jahre jünger als ich. Sie könnten meine Töchter sein, und ich kann mit ihnen mithalten. Was müssten das dann für Mittel sein, die sie nehmen?"

(Andrea Eskau, 46, auf die Frage, ob die russischen Athletinnen, die mit ihr im Langlauf und Biathlon starten, sauber sind)





"So langsam muss ich aufpassen, dass ich kein Übergepäck habe."

(Eskau nach ihrer dritten Medaille)





"Sie haben gesagt, dass sie sich wünschen, dass Nord- und Südkorea irgendwann wieder zusammen sind. Da habe ich gesagt: Das wäre perfekt, denn das wünscht sich die ganze Welt."

(Anna Schaffelhuber, nachdem ihr die nordkoreanische Delegation zum Sieg im Monoski gratuliert hatte)





"Mit lang haben wir es nicht so."

(Niko Kappel, Kugelstoß Paralympicsieger und ARD-Experte, auf die Frage, ob er und sein Kollege Mathias Mester einmal Langlauf ausprobieren wollen)





"Das muss ich dann immer auf dem MP3-Player hören. Das sind halt alles Softies."

(Curler Wolf Meißner, Spitzname "Headbanger", hört im Bus immer die Trash-Metal-Band Slayer)





(dpa/gwo)