Radio Hamburg

Erstmals seit 2009

HSV im DFB-Pokal Halbfinale

Paderborn, 03.04.2019
Paderborn, HSV, DFB-Pokal, 02.04.19

Matchwinner Lasogga hat den HSV ins DFB-Pkal Halbfinale geschossen.

Pierre-Michel Lasogga hat den HSV mit seinen beiden Toren gegen Paderborn erstmals seit 2009 wieder ins DFB-Pokal Halbfinale geschossen!

Pierre-Michel Lasogga hat den HSV erstmals seit 2009 wieder ins DFB-Pokal Halbfinale befördert und im Gegensatz zum Skandalspiel vor 15 Jahre in Paderborn für ein Happy End der Hamburger gesorgt. Damit darf sich der HSV zugleich über Zusatzeinnahmen in Höhe von mindestens 2,656 Millionen Euro freuen. Dagegen verpassten es die Ostwestfalen, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Runde der besten Vier einzuziehen.

Lasogga schießt HSV weiter

Lasogga traf zunächst in der 54. Minute nach einer Ecke per Kopf zur Führung, dann zeigte er sich auf Zuspiel von Orel Mangala eiskalt vor dem Tor (68.). Für den Mittelstürmer waren es bereits die Pokal-Treffer Nummer fünf und sechs. Letztmals stand der HSV in der Saison 2008/09 im Halbfinale, wo gegen Nordrivale Werder Bremen aber Endstation war.

Pure Freude beim Matchwinner

„Das ist unbeschreiblich. Es war ein außergewöhnlicher Abend. Ich stehe das erste Mal in meiner Karriere im Halbfinale. Wir haben es mehr als verdient, so wie wir aufgetreten sind. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit gute Chancen. Das 1:0 war ein Dosenöffner für uns, danach haben wir das Spiel dominiert“, so Matchwinner Lasogga und ergänzte mit Blick auf das Aufstiegsrennen: „Wir müssen so spielen wie heute, dann steht dem Aufstieg nichts im Weg.“

Zu seiner eigenen Zukunft habe er sich indes noch keine Gedanken gemacht, sagte Lasogga, dessen Vertrag ausläuft: „Ich will den Verein in die Bundesliga schießen. Ich hänge an diesem Verein und werde bis zum letzten Tag alles geben.“

Erinnerungen an den 21. August 2004

Allein das Wiedersehen im Pokal zwischen beiden Teams sorgte vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Bentelar Arena für Brisanz. Am 21. August 2004 hatte Schiedsrichter Robert Hoyzer beim 4:2 des damaligen Drittligisten Paderborn gegen den HSV das Spiel verschoben, als er zwei Elfmeter und eine Rote Karte gegen den Favoriten aus der Ersten Liga ausgesprochen hatte. Diesmal war es aber eher ein Spiel auf Augenhöhe. Der Zweitliga-Zweite HSV zeigte beim Vierten die routiniertere Spielanlage, die Paderborner waren aber mit ihrer Offensive (schon 61 Tore in der Liga) bei den Kontern nicht ungefährlich.

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(dpa / ste)