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Radio Hamburg

Survival-Tipps

So übersteht Ihr Weihnachten mit der Familie

Hamburg, 15.12.2016
Familie zu Weihnachten

So klappt es an Weihnachten auch mit der Familie.

Harmonie, Besinnlichkeit zum Fest: In Familie sieht die Wirklichkeit oft ganz anders aus. So klappt X-mas auch mit der Familie.

Oh du fröhliche! Vor unserem inneren Auge sitzen wir am 24. Dezember mit Familie und Freunden unterm toll geschmückten Weihnachtsbaum, sind chic gekleidet, alle Geschenke sind akkurat verpackt, die Kinder singen Weihnachtslieder und der Braten duftet aus der Küche. Sieht Eure Weihnachtsrealität so aus? Meine jedenfalls nicht!

Der Blutdruck steigt, die Kinder nerven

Meistens sind die Geschenke am 23.12. immer noch nicht eingepackt oder manchmal noch gar nicht gekauft. Die Kinder sind krank oder zicken nur rum auf dem Weg zu Oma und Opa. Der Weihnachtsbaum sieht aus als hätte er die letzten Monate Diät gemacht und mit dem ersten Tag Urlaub bahnt sich auch die lang unterdrückte Erkältung an. Die perfekten Zutaten also für einen Nervenzusammenbruch in Familie.

Jahrelange Erfahrung berechtigt mich nun dazu, Euch meine ultimativen 10 Tipps zu verraten, wie Euer Fest doch ein wenig besinnlich wird und nicht zum Desaster. 

10 Tipps

So wird Weihnachten in Familie doch noch besinnlich

  • Ein simpler Tipp, der aber ebenso auf Hochzeiten oder Geburtstage anzuwenden ist. Umgebt Euch an den Festtagen möglichst nur mit Menschen, die Euch wichtig sind und ladet die nervige Tante, die schon wieder an Eurem Gewicht oder an Euren Kindern rummäkelt einfach nicht mehr ein. Basta! Und wenn es gar nicht anders geht, dann feiert Weihnachten wirklich mal ohne Anhang, nur mit dem Partner und/oder den Kids allein zu Hause und schiebt den Familienanhang auf den 1. oder 2. Feiertag. Das kann auch sehr entspannend sein.

  • Muss es denn immer die selbstgemachte Ente sein? Dann steht eh immer einer in der Küche, hetzt sich ab und der Vogel verbrennt oder wird zu trocken. Ich kann Raclette sehr empfehlen. Da kann jeder aus der Familie was vorbereiten und es lastet nicht auf den Schultern einer Person. Und: man schlingt nicht alles in einer Fress-Orgie runter, sondern kann wirklich über Stunden zusammensitzen, reden, ein bisschen essen und den Tag genießen. 

  • Versucht Themen zu vermeiden, die eh zu Streit führen. An dem Tag muss das nicht diskutiert werden. Demut lohnt sich und die Großzügigkeit einfach mal ein Auge (oder ein Ohr) zuzudrücken und die Diskussion nicht eskalieren zu lassen.

  • Hockt an den Feiertagen nicht ständig zusammen. Das ist für Viele zu viel Nähe. Ein ausgedehnter Spaziergang wirkt da Wunder. Oder besucht mal wieder alte Schulfreunde, die in der Nähe der Eltern wohnen, das nimmt den Lager-Koller. 

  • Seid großzügig, gerade, wenn Ihr Teenager-Kinder habt. Für die gibt es meist nichts langweiligeres als mit der Familie ständig über Weihnachten "eingeperrt" zu sein. Lasst ihnen Luft, dass sie vor oder nach der Bescherung auch mal Freunde treffen können oder sich zurückziehen dürfen.

  • Stellt keine Zeitpläne auf, lasst alles mehr oder minder spontan auf Euch zukommen. Grobe Absprachen genügen, dann ist auch keiner enttäuscht.

  • "Kompromisse" ist das Zauberwort. So banal, so einfach.

  • Lasst den Alkohol am besten weg. Vielleicht ein Glühwein am Abend, ein Sektchen zum Anstoßen - das reicht. Zu viel Alkohol löst die Zunge und lässt uns unüberlegt handeln.

  • Wichtelt mal wieder! Dann hat man nicht den Stress immer für jeden Geschenke zu kaufen (wird auch ziemlich teuer), sondern man zieht vorher per Los eine Person und nur die darf/muss man beschenken. Klar, kann es ausnahmen geben, das Kinder immer von allen was bekommen, aber gerade für die Großen ist das eine entspannte Weihnachtslösung.

  • Zelebriert das Geschenke-Auspacken. Nicht alle schenken gleich alles her. Wir legen alle Geschenke unter den Baum. Dann wird einer bestimmt, der die Geschenke verteilt. Der erste packt aus, dann , alle können das Geschenk bewundern, meist gibt es lustige Geschichten dazu und es wird dadurch auch honoriert, dass der Schenker sich gedanken über das Geschenk gemacht hat. Das hat einfach was mit Wertschätzung zu tun.

In diesem Sinne: wirklich FROHE Weihnachten!