Radio Hamburg

Outfit-Wahl bei Bafta-Awards

Kritik an Herzogin Kate

London, 19.02.2018
Kate bei den Bafta_Awards 2018

Herzogin Kate mit Prinz William bei den Bafta-Awards 2018.

Herzogin Kate steht wegen ihrer Kleiderwahl bei der Verleihung der britischen Bafta-Awards in der Kritik.

Die schwangere Kate, Herzogin von Cambridge, erschien am Sonntag in einem dunkelgrünen Kleid mit schwarzem Gürtel auf dem roten Teppich des Filmpreises. Die meisten anderen Frauen, darunter die Schauspielerinnen Jennifer Lawrence, Angelina Jolie und Margot Robbie, kamen ganz in Schwarz.

Ähnlich wie schon bei der  Verleihung der Golden Globes wollten sie damit ihre Solidarität mit der  "Time's Up"-Initiative zeigen, die sich gegen Diskriminierung von Frauen einsetzt. 

Auf Twitter wurde das Outfit umgehend kontrovers diskutiert. Einige User verteidigten sie: Angehörigen der Königlichen Familie seien politische Stellungnahmen untersagt. Dieses Argument jedoch wollten viele nicht gelten lassen: "Das ist keine politische Sache, das ist eine Frauen-Sache", schrieb eine Userin.

Auch in den Medien wird der Auftritt diskutiert. Während viele Online-Portale das Kleid der Herzogin als Boykott oder Bruch des "Time's Up"-Dresscodes sehen, interpretiert etwa die Online-Ausgabe der "Vanity Fair" den Auftritt als einen Kompromiss: Kate sei es mit dem dunkelgrünen Kleid und dem schwarzen Gürtel gelungen, sich an das königliche Protokoll zu halten und trotzdem Stellung zu beziehen.

Während Kate mit ihrem Kleid auf sich aufmerksam machte, schaffte das ihr Mann, Prinz William, mit seiner neuen Frisur, für die er laut britischer "Sun" unglaubliche 180 Pfund (200 Euro bezahlt haben soll) Hut ab oder besser Haar ab! Das hätte man auch schnell allein mit einem Rasierer machen können.

(dpa/aba)