Radio Hamburg

Wurde in der Doku gelogen?

Neue Diskussionen um „Leaving Neverland“

München, 05.04.2019
Michael, Jackson, Los, Angeles, Kalifornien, um, 1990

Neue Diskussionen um die Doku „Leaving Neverland“.

Am Samstag (6. April) zeigt Pro7 die umstrittene Doku „Leaving Neverland“. Und genau darüber gibt’s neue Diskussionen.

Am Samstag läuft die umstrittene Dokumentation „Leaving Neverland“ über Michael Jackson um 20:15 Uhr auf ProSieben. In dem Film von Regisseur Dan Reed erheben zwei Männer heftige Missbrauchsvorwürfe gegen den 2009 gestorbenen King of Pop.

Demonstration angekündigt

Jackson-Fans haben für Samstag Demonstrationen vor der ProSieben-Zentrale in Unterföhring angekündigt, um auf „Verleumdungen und Falschaussagen“ in der Dokumentation aufmerksam zu machen.

Ungereimtheiten in der Doku

Reed hatte in dieser Woche eingeräumt, dass ein Detail nicht so sein kann, wie einer seiner Protagonisten im Film erzählt. James Safechuck (heute 41) gibt in der Doku an, von 1988 bis 1992 von Jackson missbraucht worden zu sein - unter anderem in einem Raum des „Neverland“-Bahnhofes. Der wurde aber erst 1993 gebaut, wie ein Jackson-Biograf in den offiziellen Unterlagen der Baugenehmigung herausgefunden hat.

Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson

Safechuck und Wade Robson (36) erzählen in der Doku schockierend eindrucksvoll und in schwer zu ertragenen Details, wie der Sänger sie als Kinder missbraucht haben soll. „Über ‚Leaving Neverland‘ spricht die Welt“, sagte ProSieben-Chefredakteur Stefan Vaupel. „Kindesmissbrauch ist eins der größten gesellschaftlichen Tabu-Themen unserer Zeit. Kirche, Künstler und andere haben sich in den vergangenen Jahren immer wieder das Schweigen ihrer Opfer erkauft. Deshalb zeigen wir ‚Leaving Neverland‘“.

(dpa / ste)