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Die verhasste letzte Staffel...

"Game of Thrones": Emilia Clarke nimmt Stellung zur finalen Staffel

Emilia Clarke Radio Hamburg

Emilia Clarke reagiert in einem neusten Interview auf das "Game of Thrones"-Finale und die Reaktionen der Fans.

"Game of Thrones": Legendäre Serie mit Tiefgang

Die preisgekrönte HBO-Serie „Game of Thrones“ hat über Jahre hinweg den einen oder anderen Fan verzaubert. Für einige ist die Serie schlicht und ergreifend die beste Serie der Welt. Kein Wunder, denn die komplexe Welt der Saga ähnelt in gewisser Hinsicht unserer. Politische und familiäre Probleme dominieren unter einem Deckmantel der Macht die Serie. Zusätzlich besticht die Serie mit einer düsteren Atmosphäre. Gleichermaßen hat es den massenhaften Tod von Serienfiguren bis dahin auch noch nicht in Serien gegeben und macht die Serie deshalb gerade so real – denn auch die Lieblingscharaktere sind nicht sicher vor dem Tod. In Kombination mit phantasievollen Elementen - durch Drachen, Weiße Wanderer und verschiedene Kulturen, zeigt die horizontale Erzählweise, wie eine perfekte Serie auszusehen hat.

Horizontale Erzählweise?

Unter einer horizontalen Erzählweise versteht man eine Art der Erzählung, in der die einzelnen Folgen der Serie in sich keine abgeschlossene Handlung haben, sondern die Fortsetzung auf mehrere Folgen gestreckt ist. Das hat bei "Game of Thrones" bis zur letzten Staffel ziemlich gut geklappt. Schließlich hat man all die Staffeln um Weißen Wanderer gezittert. Auch hat man sich gefragt, wer sich letztendlich auf den Eisernen Thron setzt. Abgearbeitet wurde das Ganze dann relativ schnell in der finalen Staffel. Fans der Serie sind gar nicht begeistert von der raschen und unkonzentrierten Erzählart.

Weshalb der Unmut über die finale Staffel?

Achtung Spoiler. Geschuldet ist dieser Unmut natürlich der Tatsache, dass es keine Buchvorlage von George R. R. Martin gab. Es gab somit keinen stringenten Handlungsstrang, der verfolgt werden konnte. Aus Charakteren, die weder gut noch schlecht waren, wurden einschätzbare Klischee-Figuren. Mit den ursprünglichen Charakteren der Serie hatten diese wenig zutun. Auch die zahlreichen, endlich stattgefundenen Liebesbekundungen fielen eher stürmisch aus. Lange hat man auf die gemeinsame Liebelei zwischen Jaimie und Brienne gewartet - eine Szene, die letztendlich nur abgehetzt wurde. Einordnen kann man dort auch den erotischen Austausch zwischen Arya und Gendry. Die Krone wird der schnellen Handlungen aufgesetzt, indem in einer Szene ein Starbucks-Becher zu sehen ist. Resümierend unterstützt diese Szene den gehetzten Effekt, der seine Steigerung lediglich dadurch erhält, dass die Schlüsselthematiken der Serie im Schnelldurchlauf beendet werden. Stichwort: Kollision mit den Weißen Wanderern und Wiedergängern und der Kampf um den Eisernen Thron. 

Emilia Clarke nimmt Stellung zur finalen Staffel

Emilia Clarke, welche in der Serie Daenerys Targaryen spielt, äußerst sich nun erstmalig zur kritisierten, finalen Staffel. Sie gibt zu verstehen, dass egal wie man sich entschieden hätte, man es nie allen Leuten gleichzeitig hätte recht machen können. Dem „Daily Telegraph“ gab sie nun Preis, wie sie zu den Reaktionen steht: „Ich war zu beschäftigt, mich auf meine eigenen Reaktion zu konzentrieren, um den anderen Meinungen zu viel Aufmerksamkeit zu schenken – wenn überhaupt.“  Besonders traurig machten sie die negativen Kommentare zur Arbeit der ausführenden Produzenten David Benioff und Dan Weiss. Diese sind wirklich gute Freunde von ihr und es fühlte sich dementsprechend an, als würde Emilias eigenes Herz gebrochen werden. Des Weiteren fügt sie hinzu: „Und wenn man traurig ist, dass die Show vorbei ist und man traurig ist, weil man sie genossen hat, dann ist das traurig. Es ist traurig, das dies nicht das perfekte Ende war, auf das die Leute gehofft hatten, aber ich glaube wirklich, dass wir niemals alle glücklich gemacht hätten“

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