Radio Hamburg

Joaquin Phoenix' "Joker"

Eifersucht? So versuchte Jared Leto "Joker" zu verhindern

Hamburg, 21.10.2019
Szenenbild von Joaquin Phoenix als der Joker

Einblick in den neusten Joker-Film: "Put on a happy face" steht auf dem Spiegel gegenüber von Joker geschrieben. 

Der Film "Joker" ist in den Kinos ein voller Erfolg. Jared Leto ist jedoch gar nicht begeistert und wollte den Streifen verhindern. 

Joaquin Phoenix mit "Joker" in aller Munde

Die Comic-Verfilmung von "Joker" spielt seit Anfang Oktober ordentlich Geld in die Kassen ein und sorgt bereits in den ersten Wochen für Furore. Der Film sei zu brutal und die Leute hätten während des Films das Kino verlassen müssen. Andere sehen in dem Film "Joker" ein wahres Meisterwerk, das tief in die Psyche eines Mörders blicken lässt. Fakt ist: Der Film sorgt für Gesprächsstoff. Und das scheint Jared Leto geahnt zu haben.

Verwirrung im DC-Universum

"Suicide Squad" ist der Film, in welchem Jared Leto die Figur des Jokers verkörpert. So existieren zeitlich zwei "Joker"-Figuren gleichzeitig. Damit ist auch ein gewisses Konkurrenzverhalten gegeben. Ziemlich verärgert soll Leto reagiert haben, als er von dem "Joker"-Solo-Film von dem Regisseur Todd Philips mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle erfahren haben soll. Sein Frust soll ihn sogar dazu gebracht haben, das Projekt beenden zu wollen. Nach Aussagen seiner eigenen Agenten soll Leto gesagt haben: "Ihr müsst das stoppen!"

Jared Leto: Er will den alleinigen Solo-Film

Nachdem Leto vom Solo-Film erfuhr, soll er sich direkt an seinen Musik-Manager gewendet haben. Dieser sollte bei Warner Bros. Studios erscheinen, um die Dreharbeiten zu beenden. Geklappt hat dies jedoch nicht ganz. Aber warum die ganze Schwarzmalerei? Letos Unruhe rührt daher, dass ihm exklusiv versprochen worden sein soll, dass er seinen eigenen "Joker"-Film erhalte. Zumindest in einem Spin-off zu "Suicide Squad", welches die Geschichte mit Harley Quinn erzählt. Dies fällt mit der Verfilmung von Joaquin Phoenix scheinbar flach. "Hollywood Reporter" berichtet, dass Leto weder die Rolle des Jokers im nächsten "Suicide Squad" spielen wird, noch in dem Spin-off " mit Harley Quinn "Birds of Prey". So benennt eine Quelle dem "Hollywood Reporter": "Wie soll er seinen eigenen Joker nach dem von Phoenix auch spielen? Der hat Letos Zeit als Joker beendet."

Joaquin als authentischer Joker

Natürlich drängt sich die Frage auf, ob es wirklich die Ärgernis über den fehlenden Solo-Film ist, oder ob Leto nicht einfach Angst davor hatte, dass Phoenix den besseren Joker spielt. Schließlich wird Phoenix auch als authentischster Joker gehandelt. Im Gegensatz zu Letos Verkörperung, welche eher flippiger daherkommt, wirkt Joaquins Verkörperung des Jokers stringent und emotional nachvollziehbar. Abgesehen von der fehlenden Nahbarkeit, hatte Leto im Film "Suicide Squad" hochgerechnet nur 10 Minuten Sendezeit. Kein Wunder, dass man so als Joker eher in Vergessenheit gerät. 

Das macht Joaquin Phoenix besonders

Aber was macht Joaquin Phoneix' Verkörperung nun so einzigartig? Seine Interpretation der Rolle wird eine schauspielerische Ausnahmeleistung nachgesagt, so gilt er ebenfalls bereits als Kandidat für den Oscars als bester Hauptdarsteller. Voraussehbar, denn neben der reinen schauspielerischen Leistung passte er sich der Rolle auch optisch an. Ganze 20 Kilo nahm er für seine Rolle ab. Er selbst gesteht, dass die Verrücktheit der Rolle so auch auf ihn überschwappte. Denn nimmt man in kurzer Zeit so viel ab, würde sich dies auch auf die Psyche auswirken. Zudem trainierte er über mehrere Wochen das furchterregende Lachen von Joker. Das macht den Streifen nicht nur real, sondern auch noch viel brutaler und dunkler als die vorherigen Batman-Filme. Durch die scheinbar völlige Adaption seiner Rolle, schafft es Joaquin zu zeigen, wie ein Mann von der Gesellschaft missachtet werden kann und der Umgang mit einem psychisch Kranken misslingt. 

Ihr bekommt vom Joker nicht genug? Dann schaltet doch in unseren Kino-Podcast.