Radio Hamburg

WM 2018

Kritik an Özil und Gündogan: Foto mit Erdogan

Kurz vor der Kaderbekanntgabe zur Fußball-WM gibt es Wirbel um die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan.

Die beiden Fußballstars Özil und Gündogan hatten sich in London mit dem türkischen Präsidenten Erdogan getroffen und ihm signierte Trikots überreicht. In einem Monat startet die WM 2018 in Russland. Heute will Bundestrainer Jogi Löw auch den Kader bekanntgeben. Nun ist die Spannung groß, ob Löw Özil und Gündogan von der WM ausschließt.

Besonders verwerflich: Auf dem Trikot, das Gündogan an Erdogan überreichte, steht "Für meinen verehrten Präsidenten. Hochachtungsvoll." Mit diesem Spruch hat sich der Fußballspieler wohl selbst ins Aus geschossen oder? Laut Bild äußerte sich Gündogan noch am Montagabend folgendermaßen zu den Vorwürfen:

"Bei aller berechtigten Kritik haben wir uns aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten und unseren türkischen Wurzeln – auch als deutsche Staatsbürger – für die Geste der Höflichkeit entschieden. Es war nicht unsere Absicht, mit diesem Bild ein politisches Statement abzugeben, geschweige denn Wahlkampf zu machen. Als deutsche Nationalspieler bekennen wir uns zu den Werten des DFB und sind uns unserer Verantwortung bewusst. Fußball ist unser Leben und nicht die Politik."

Erdogans Partei AKP ist sichtlich glücklich über die entstandenen Fotos und nutzt diese nun für ihre Propaganda. In Deutschland sorgen die Bilder für Ärger. Der DFB und verschiedene Politiker äußern sich negativ über die Geste. Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber fasste das, was die Mehrheit denkt, in einem Tweet zusammen:

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(dpa/nla)