Zehnjähriges Jubiläum

Eurojackpot – die europäische Lottokooperation mit Besonderheiten

Der Eurojackpot nähert sich dem zehnjährigen Jubiläum und hat mittlerweile schon einige Multimillionäre zum Vorschein gebracht. Da es sich um eine Lottokooperation zwischen mehreren Ländern handelt, sind im Vergleich zu einzelnen Staatslotterien regelmäßig höhere Gewinne möglich.

Foto: Robson90 / Shutterstock.com
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Dennoch wird hierzulande dem klassischen Lotto 6aus49 Vorzug gewährt. Der Blick auf die Unterschiede legt nahe, dem Eurojackpot eine Chance zu geben und ihn bei der Herausforderung des Glücks in Erwägung zu ziehen.

Die Unterschiede zwischen Eurojackpot und Lotto 6aus49

Ein zunächst unspektakulär anmutender Unterschied zwischen Eurojackpot und Lotto 6aus49 ist die Anzahl der Ziehungen. Während bei dem Lotteriespiel 6aus49 jeden Mittwoch und Samstag jeweils eine Ziehung stattfindet, wird bei dem Eurojackpot jeden Freitag eine Ziehung durchgeführt. Mit einer Jackpot-Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 zu 95.344.200 liegt die Chance auf den Höchstgewinn bei dem Eurojackpot höher als bei dem Lotto 6aus49, welches eine Jackpot-Gewinnwahrscheinlichkeit von 1 zu 139.838.160 aufweist. Dafür liegt die allgemeine Gewinnwahrscheinlichkeit bei dem Lotteriespiel 6aus49 höher als bei der europäischen Variante. Während der Minimal-Jackpot bei dem Lotto 6aus49 1 Million Euro beträgt, markieren 10 Millionen Euro die unterste Grenze des Eurojackpots. Bei der 6aus49-Ziehung am 10.10.2020 wurde der bislang höchste Gewinn der über fünfzigjährigen Lottogeschichte erzielt. Eine Einzelperson aus Baden-Württemberg erhielt einen Betrag von rund 42,6 Millionen Euro. Ein Blick auf die Eurojackpot Gewinner verdeutlicht, dass der Rekord-Jackpot von 90 Millionen Euro schon mehrfach geknackt wurde. Dabei ist festzustellen, dass die meisten Jackpot-Gewinner aus Deutschland stammten. Die Gewinnwahrscheinlichkeit in der Gewinnklasse 2 des Eurojackpots beträgt 1:6 Millionen und brachte gleichermaßen schon einige Millionäre hervor. Während bei dem Lotteriespiel 6aus49 9 Gewinnklassen bestehen, weist der Eurojackpot 12 Gewinnklassen auf. Im Falle eines Gewinns können Nachrichten über eine in die Höhe schießende Inflation weniger beunruhigen.

Die Entstehungsgeschichte des Eurojackpots

Die Idee für den Eurojackpot wurde im Jahr 2005 geboren, nachdem die europäische Lotterie EuroMillionen sich einer großen Beliebtheit erfreute. Der wesentliche Unterschied zwischen den europäischen Lottokooperationen besteht darin, dass verschiedene Staaten zusammenarbeiten. Lediglich Spanien ist sowohl an den EuroMillionen als auch an dem Eurojackpot beteiligt. Der Eurojackpot-Gründungsvertrag wurde im Juni 2011 in Helsinki unterzeichnet. Mit dem Zusammenschluss von mehreren Ländern wurden höhere Jackpots als bei den einzelnen Staatslotterien möglich. Zu den Gründungsländern zählen Deutschland, Dänemark, Finnland, Slowenien, die Niederlande und Estland. Auch die Gewinnchancen konnten mit der Kooperation auf ein neues Level gebracht werden. Am 23.03.2012 erfolgte die erste Ziehung. Zu der dritten Ziehung trat Italien der Lottokooperation bei. Nachdem bereits im Mai 2012 ein erster Jackpot-Rekord von 19,5 Millionen Euro aufgestellt wurde, erhielt im Oktober 2012 ein Spieler aus Dänemark einen neuen Rekordbetrag von 21,3 Millionen Euro. Zwischenzeitlich schloss sich Spanien der europäischen Lottogemeinschaft an. Mit der Einführung einer höheren Jackpot-Obergrenze von 90 Millionen Euro zum 01.02.2013 wurde der Grundstein für zahlreiche Höchstgewinne gelegt. Bereits im April 2013 konnte ein Deutscher von der Anpassung profitieren und sich über einen Gewinn von 46 Millionen Euro freuen. Weitere Rekordauszahlungen folgten und mündeten am 15.05.2015 in der ersten Auszahlung des Höchstgewinns von 90 Millionen Euro. Die Obergrenze wurde bislang dreizehnmal erreicht. Während in 2013 die Länder Litauen, Lettland, Ungarn, Schweden, Norwegen, Island und Kroatien dem Eurojackpot beitraten, kamen 2014 die Staaten Tschechien und Ungarn hinzu. Bei der bisher letzten Erweiterungsrunde im Jahre 2015 trat die Slowakei bei.

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