26. Juni 2026 – Chiara-Lee Haartje
Nach einem Traumstart erlebt die deutsche Nationalmannschaft den ersten Rückschlag bei der WM. Trotz Blitztreffer von Leroy Sané verliert das Team von Julian Nagelsmann gegen Ecuador mit 1:2 und geht mit vielen Fragezeichen ins Sechzehntelfinale.
- Erste WM-Niederlage: Deutschland verliert das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2.
- Traumstart verpufft: Leroy Sané erzielt nach nur 109 Sekunden sein erstes Turniertor.
- Warnsignal vor der K.o.-Runde: Vor allem die Defensive und die Chancenverwertung bereiten Sorgen.
Sané trifft früh, doch Ecuador antwortet eiskalt
Besser hätte die Partie für die DFB-Elf kaum beginnen können. Bereits nach 109 Sekunden brachte Leroy Sané Deutschland im WM-Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:0 in Führung. Für den Offensivspieler war es das erste Tor bei einem großen Turnier, gleichzeitig das zweitschnellste deutsche WM-Tor der Geschichte.
Doch der frühe Treffer gab der Mannschaft keine Sicherheit. Ecuador übernahm zunehmend die Kontrolle und nutzte die Unsicherheiten der deutschen Defensive konsequent aus. Nilson Angulo erzielte bereits in der neunten Minute den verdienten Ausgleich.
Schwächster Auftritt des Turniers
Vor mehr als 80.000 Zuschauern im Finalstadion von East Rutherford zeigte die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann ihre bislang schwächste Leistung bei dieser Weltmeisterschaft.
Vor allem die Defensive wirkte ungewohnt anfällig. David Raum hatte auf der linken Seite große Probleme, im Mittelfeld unterlief Felix Nmecha vor dem Ausgleich ein folgenschwerer Fehler. Auch im Spiel nach vorne fehlten Präzision, Tempo und Durchschlagskraft.
Undav kommt, die Wende bleibt aus
Nach gut einer Stunde brachte Nagelsmann erneut Torjäger Deniz Undav als Joker. Der Stuttgarter hatte in den ersten beiden WM-Partien bereits drei Treffer erzielt, musste aber erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Doch auch der Edeljoker konnte diesmal keine Wende einleiten. Deutschland erspielte sich nur wenige klare Torchancen, während Ecuador mutig nach vorne spielte.
Neuer und Tah patzen vor dem Siegtreffer
Die Entscheidung fiel in der 77. Minute. Nach einer Ecke herrschte Chaos im deutschen Strafraum. Gonzalo Plata spitzelte den Ball vor Manuel Neuer ins Tor. Der Rekordkeeper wirkte dabei ebenso unentschlossen wie Abwehrchef Jonathan Tah, der seinen Gegenspieler nicht entscheidend störte.
Kurz zuvor hatte Ecuador bereits mehrere gute Möglichkeiten ausgelassen – der Siegtreffer war letztlich die verdiente Belohnung für den engagierten Auftritt der Südamerikaner.
Jetzt wartet die K.o.-Phase
Trotz der Niederlage steht Deutschland bereits im Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft. Dort wartet am Montag in Foxborough ein Gruppendritter.
Für Julian Nagelsmann liefert die Pleite jedoch wichtige Erkenntnisse. Gegen Ecuador offenbarte die Mannschaft Schwächen in der Defensive, im Spielaufbau und im Offensivspiel. Soll der Traum vom WM-Titel weiterleben, muss sich die DFB-Elf in der K.o.-Runde deutlich steigern.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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