02. Oktober 2026 – Isabell Wüppenhorst

Nach BGH-Urteil

Amazon-Prime: So bekommt ihr euer Geld zurück

Nachdem der Bundesgerichtshof die Preisanpassungsklausel für Prime-Abos für unwirksam erklärt hat, können sich einige Abonnenten Geld zurückholen. Wie das geht, erfahrt ihr in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Amazon Prime I Foto: Foto: daily_creativity / Shutterstock.com

Der Bundesgerichtshof hat die Preisanpassungsklausel von Amazon für Prime-Abos als unwirksam erklärt. Über die Sammelklage könnt ihr nun zu viel gezahltes Geld rückwirkend bis 2022 zurückfordern. Wichtig: Wer nach dem 15. September 2022 eingestiegen ist, zahlt weiterhin den neuen Preis. Dasselbe gilt für Mitgliedschaften, die sich seitdem verändert haben.

Wenn euer Vertragsbeginn vor dem 15. September 2022 liegt, solltet ihr euch unbedingt beim Klageregister des Bundesamts für Justiz anmelden. Das klingt komplizierter, als es ist. Mit diesen einfachen Schritten holt ihr euch euer zu viel gezahltes Geld zurück!

Hier geht es zum Anmeldeformular.

So füllt ihr das Formular aus

Ihr könnt euch bis drei Wochen nach dem Ende der mündlichen Verhandlung vor Gericht eintragen.

  • Rolle wählen: Wählt aus, ob ihr euch als Verbraucher/in oder als Unternehmen anmeldet.
  • Persönliche Daten: Tragt euren Namen und eure Adresse ein.
  • Vertretung: Das Feld für eine Vertretung könnt ihr einfach freilassen (das braucht ihr nur, wenn ihr von jemandem vertreten werdet).
  • Angaben zur Verbandsklage: Hier ist bereits alles vorausgefüllt – hier müsst ihr nichts ändern.
  • Gegenstand und Grund (Pflichtfeld): Tragt hier unbedingt ein, ob ihr von der Preiserhöhung bei Amazon Prime oder Prime Student betroffen seid.
  • Höhe des Anspruchs: Das ist kein Pflichtfeld. Ihr müsst hier also keine genaue Summe eintragen.

Wie viel Geld bekommt ihr ungefähr zurück?

Das hängt davon ab, wie ihr zahlt. Also ob ihr das Jahres- oder das Monatsabo nutzt. Beispiel für Jahreszahler: Wer viermal zu viel gezahlt hat, bekommt über die Sammelklage (rückwirkend bis 2022) rund 83,60 Euro zurück. Monatszahler kommen auf etwa zwölf Euro Mehrkosten pro Jahr. Neben der Sammelklage könnt ihr das Geld auch individuell bei Amazon zurückfordern. Auf diesem Weg erhaltet ihr allerdings lediglich eine Erstattung für die letzten drei Jahre. Lasst euch hierzu vorher von der Verbraucherzentrale beraten.

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