24. September 2026 – Sebastian Tegtmeyer
Die Bundeswehr übt mit 500 Soldatinnen und Soldaten in Hamburg den Ernstfall – inklusive Zusammenarbeit mit Polizei und zivilen Kräften. Bürger müssen mit Hubschraubern und Militärkolonnen rechnen.
- Bundeswehr startet die Großübung "Red Storm Charlie" mit rund 500 Soldatinnen und Soldaten.
- Das Übungsszenario trainiert gemeinsam mit Polizei und zivilen Kräften Drohnenabwehr, Sabotagefälle und militärische Transporte.
- Gegen das Bundeswehrmanöver sind in Hamburg Demonstrationen und Protestaktionen verschiedener Bündnisse angekündigt.
Die Bundeswehr, zivile Behörden, Organisationen und Unternehmen sind in Hamburg in ihre dreitägige Militärübung "Red Storm Charlie" gestartet. Als ersten größeren Test mussten Bundeswehr und Polizei zwei feindliche Drohnen vom Himmel holen, entschärfen und den Drohnenpiloten auf dem Terminalgelände O'Swaldkai des Hafenlogistikers HHLA unschädlich machen.
Übungsszenario: Eskalierender Konflikt an der Nato-Ostgrenze
Für die Übung, an der sich rund 500 Soldatinnen und Soldaten beteiligen, wird angenommen, dass Entwicklungen im östlichen Nato-Bündnisgebiet eine vorsorgliche Verlegung militärischer Kräfte erforderlich machen, um zur Abschreckung beizutragen, wie der Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, Kapitän zur See Kurt Leonards, sagte.
"Das Besondere bei dieser Übung ist, dass uns die zivilen Teilnehmer in der Anzahl mittlerweile überholt haben", sagte Leonards. Insgesamt gebe es deutlich mehr als 1.500 Mitwirkende.
Im Mittelpunkt der Übung stünden Kommunikation, Koordination und das gemeinsame Handeln in komplexen Lagen wie ein Chemieunfall, ein Sabotageakt auf einen Zug mit militärischen Gütern, ein Massenanfall von verletzten Soldatinnen und Soldaten sowie die Einrichtung einer alternativen Behandlungseinrichtung in geschützten unterirdischen Räumlichkeiten. Geplant ist auch ein Konvoi durch die Stadt mit bis zu 70 Militärfahrzeugen.
Gegendemonstrationen geplant
Aus Protest gegen die Bundeswehrübung hat das Bündnis "Kein Nato Hafen" für Samstag unter dem Motto "NEIN zum Kriegsmanöver Red Storm Charlie - JA zu sozialem Fortschritt!" zu einer Demonstration aufgerufen. Der Protestmarsch führe von 14 Uhr an vom Jungfernstieg durch die Innenstadt zu den Landungsbrücken. Das Bündnis "Rheinmetall Entwaffnen" kündigte dezentrale Aktionen an, um das Manöver zu stören.
Weitere News On Air
Weitere Nachrichten aus Hamburg, Deutschland und der Welt hört ihr immer zur vollen Stunde bei uns im Programm. Holt euch einfach unsere , hört uns über euren oder schaltet mit einem Klick unten auf den Playbutton das Webradio ein. Zum Nachhören gibt’s das Ganze natürlich auch noch mal als .
Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
Für iOS & Android
Holt euch die kostenlose Radio Hamburg App
Hört uns an jedem Ort auf der Welt in bester Qualität & störungsfrei über unsere kostenlose App. Holt sie euch jetzt für Android oder iOS.