01. Juli 2026 – Mara Schwarzenberger

Historisches Gebäude

Das ehemalige US-Konsulat wird zum Luxus-Hotel "The Jefferson"

Aus dem ehemaligen US-Generalkonsulat an der Hamburger Außenalster entsteht das Luxushotel "The Jefferson". Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex soll mit 81 Zimmern, einem öffentlich zugänglichen Restaurant und einer Gedenkstätte Hotelbetrieb und historische Erinnerung miteinander verbinden.

The Jefferson
Das ehemalige US-Konsulat und zukünftige "The Jefferson" // Foto: Radio Hamburg

  • Aus dem ehemaligen US-Generalkonsulat an der Hamburger Außenalster entsteht das Luxushotel "The Jefferson" mit 81 Zimmern und Suiten.
  • Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex soll seine bewegte Geschichte bewahren, unter anderem mit einer öffentlich zugänglichen Gedenkstätte und einem digitalen Rundgang.

Der Umbau des ehemaligen US-Generalkonsulats an der Hamburger Außenalster zu einem Luxus-Hotel kommt voran. Investoren und Architekten haben am Dienstag (30. Juni) konkrete Einblicke in das Projekt "The Jefferson" gegeben und neue Visualisierungen vorgestellt.

Das ist geplant

Geplant ist ein exklusives Hotel mit insgesamt 81 Zimmern und Suiten. Das denkmalgeschützte Gebäude soll dabei nicht nur umfassend modernisiert, sondern auch in seiner historischen Bedeutung erhalten bleiben. Nach Angaben der Projektverantwortlichen erfolgt der Umbau in enger Abstimmung mit der Stadt Hamburg, dem Denkmalschutzamt und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten.

Vom Villenensemble zum "Weißen Haus an der Alster"

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Geschichte des Gebäudes. Ursprünglich bestand der heutige Komplex aus zwei repräsentativen Stadtvillen - der Villa Michaelsen und der Villa Rée. Die beiden Häuser wurden 1882 und 1883 nach Plänen des renommierten Hamburger Architekten Martin Haller errichtet, der unter anderem das Hamburger Rathaus entwarf.

Erst während der NS-Zeit wurden die beiden Villen zu einem zusammenhängenden Gebäudekomplex verbunden und als Sitz der Hamburger NSDAP genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten zunächst die britischen Besatzungsbehörden das Gebäude. 1950 übernahmen die USA den Komplex und richteten dort ihr Generalkonsulat ein. Seine markante weiße Fassade mit Säulenportikus brachte dem Gebäude später den Beinamen "Weißes Haus an der Alster" ein.

Künftig soll der denkmalgeschützte Bau als Luxushotel "The Jefferson" ein neues Kapitel seiner Geschichte aufschlagen.

Gedenkstätte und Restaurant öffentlich zugänglich

Die Vergangenheit des Gebäudes soll dabei weiterhin sichtbar bleiben. Geplant sind eine öffentlich zugängliche Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus sowie ein digitaler Rundgang, der die wechselvolle Geschichte des Hauses dokumentiert. Auch das Restaurant des Hotels soll nicht ausschließlich Hotelgästen vorbehalten sein, sondern allen Besuchern offenstehen.

Mit dem Projekt entsteht an der Außenalster eines der exklusivsten Hotels Hamburgs. Gleichzeitig soll der Gebäudekomplex nicht nur einer neuen Nutzung zugeführt, sondern auch als Ort der Erinnerung erhalten bleiben.

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