22. Juni 2026 – Mara Schwarzenberger
Erneute Hiobsbotschaft für die deutsche Nationalmannschaft. Nico Schlotterbeck hat sich beim WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste schwer am Sprunggelenk verletzt und wird mehrere Monate ausfallen.
- Nico Schlotterbeck hat sich beim 2:1 Sieg gegen die Elfenbeinküste verletzt.
- Der DFB bestätigte, dass es sich um eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk handelt.
- WM-Aus für Schlotterbeck - er wird vermutlich mehrere Monate ausfallen
Die deutsche Nationalmannschaft muss bei der WM 2026 einen herben Rückschlag verkraften. Innenverteidiger Nico Schlotterbeck verletzte sich beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste am Samstag (20. Juni) und wird dem DFB-Team im weiteren Turnierverlauf nicht mehr zur Verfügung stehen. Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach von einem schmerzhaften Verlust, sowohl sportlich als auch menschlich. Nach Angaben des DFB erlitt der 26-Jährige eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk. Die Verletzung zog sich Schlotterbeck in einem Zweikampf mit Amad Diallo zu. Zur zweiten Halbzeit musste der Verteidiger ausgewechselt werden.
Nagelsmann: "Es hätte seine WM werden können"
Bereits kurz nach dem Spiel hatte Bundestrainer Nagelsmann angedeutet, dass die Diagnose vermutlich nichts Gutes verheißt. Die Befürchtungen bestätigten sich wenig später.
"Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch wegen seines starken Spielaufbaus", erklärte Nagelsmann. Besonders bitter sei der Zeitpunkt der Verletzung: "Es hätte seine WM werden können." Trotz des Turnier-Aus bleibt Schlotterbeck zunächst bei der Mannschaft in den USA. Das wertet Nagelsmann als wichtiges Signal. Auch abseits des Rasens habe der Dortmunder einen positiven Einfluss auf das Team.
Rüdiger rückt wohl in die Startelf
Für Schlotterbeck kam bereits gegen die Elfenbeinküste Antonio Rüdiger ins Spiel. Der Routinier dürfte nun dauerhaft an der Seite von Jonathan Tah in der Innenverteidigung auflaufen. Eine Nachnominierung ist nicht möglich. Nach den FIFA-Regularien dürfen nach dem ersten Turnierspiel nur noch Torhüter ersetzt werden. Deutschland muss die Weltmeisterschaft daher mit dem bestehenden Kader bestreiten.
Dritter Ausfall für das DFB-Team
Schlotterbeck ist bereits der dritte verletzungsbedingte Ausfall im deutschen WM-Aufgebot. Zuvor hatten bereits Serge Gnabry und Lennart Karl ihre WM-Hoffnungen begraben müssen. Auch Tim Kleindienst war vor dem Turnier nicht rechtzeitig fit geworden. Der Ausfall des BVB-Verteidigers wird von Experten als besonders schwerwiegend eingestuft. Lothar Matthäus bezeichnete die Verletzung als "sehr großen Verlust". Vor allem das eingespielte Duo Schlotterbeck und Tah habe der Mannschaft Stabilität gegeben.
Auch Thomas Müller hob die Bedeutung seines Teamkollegen bei MagentaTV hervor. Besonders Schlotterbecks linker Fuß und seine Fähigkeit, das Spiel aus der Defensive heraus zu eröffnen, seien nur schwer zu ersetzen. Zudem habe er bei Standardsituationen immer wieder für Gefahr gesorgt. Dennoch herrscht Zuversicht, dass Rüdiger die entstandene Lücke schließen kann.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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