24. Juni 2026 – Chiara-Lee Haartje
Der kostenlose Besuch der Plaza in der Elbphilharmonie gehört bald der Vergangenheit an. Ab Oktober sollen Besucher für den Zugang zur beliebten Aussichtsplattform erstmals Eintritt bezahlen.
- Plaza wird kostenpflichtig
- Eintritt ab Oktober
- Millionen Besucher betroffen
Wer den Ausblick von der Plaza der Hamburger Elbphilharmonie genießen möchte, muss dafür künftig bezahlen. Nach den aktuellen Haushaltsplanungen des Senats soll der Zugang zur beliebten Aussichtsplattform ab dem 5. Oktober kostenpflichtig werden.
Eintritt kostet bis zu fünf Euro
Geplant ist ein regulärer Eintrittspreis von fünf Euro. Ermäßigte Tickets sollen für drei Euro erhältlich sein. Bislang mussten Besucher zwar ein Ticket buchen, der Zugang zur Plaza war jedoch kostenlos. Die Einführung der Eintrittspreise ist Teil des neuen Haushaltsentwurfs des rot-grünen Senats. Dieser muss allerdings noch von der Hamburgischen Bürgerschaft beraten und verabschiedet werden.
Mehr als 2,2 Millionen Besucher im Jahr
Die Plaza befindet sich auf 37 Metern Höhe zwischen der historischen Backsteinfassade und dem markanten Glasaufbau der Elbphilharmonie. Seit ihrer Eröffnung Ende 2016 zählt sie zu den beliebtesten Attraktionen Hamburgs.
Allein im vergangenen Jahr besuchten mehr als 2,2 Millionen Menschen die Aussichtsplattform. An Spitzentagen genießen bis zu 17.000 Besucher den Panoramablick über Hafen, Elbe und Innenstadt.
Scholz versprach einst freien Zugang
Zur Eröffnung der Elbphilharmonie hatte der damalige Erste Bürgermeister und spätere Bundeskanzler Olaf Scholz die Plaza als öffentlichen Ort für alle Hamburgerinnen und Hamburger bezeichnet. Damals sagte Scholz: „Das ist unser Balkon, der größte der Stadt.“ Zudem versprach er einen frei zugänglichen Ort für alle Besucher.
Kostenlose Plaza war ursprünglich nur Übergangslösung
Nach Angaben der Kulturbehörde war die Erhebung eines Eintrittsgeldes bereits bei der Planung der Plaza vorgesehen. Der kostenlose Zugang sei demnach nie als dauerhafte Lösung gedacht gewesen. Mit der Einführung der Gebühren folgt Hamburg einem Trend, der auch andere bekannte Sehenswürdigkeiten betrifft. So erhebt beispielsweise der Kölner Dom künftig ebenfalls Eintritt für touristische Besuche des Innenraums.
Wahrzeichen mit bewegter Geschichte
Die Elbphilharmonie gilt heute als eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands. Der Bau sorgte allerdings über Jahre für Schlagzeilen, da sich die Fertigstellung deutlich verzögerte und die Kosten massiv stiegen. Statt der ursprünglich geplanten 77 Millionen Euro beliefen sich die Gesamtkosten am Ende auf rund 789 Millionen Euro. Heute zählt das Konzerthaus zu den wichtigsten Touristenattraktionen der Hansestadt.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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