23. Juni 2026 – Chiara-Lee Haartje

Tausende offene Rückforderungen

Hamburg fordert noch 300 Millionen Euro Corona-Hilfen zurück

Mehr als drei Jahre nach dem Ende der Corona-Pandemie sind in Hamburg noch immer rund 300 Millionen Euro an Wirtschaftshilfen nicht zurückgezahlt worden. Tausende Verfahren laufen noch, in einigen Fällen ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft.

Corona Hilfe, Überbrückungshilfe
Foto: Mabeline72, Shutterstock
  • 300 Millionen Euro offen
  • 25.000 Rückforderungen ausstehend
  • Hunderte Betrugsverfahren geführt

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) wartet weiterhin auf erhebliche Rückzahlungen aus den während der Corona-Pandemie gewährten Hilfsprogrammen. Nach Angaben der Förderbank waren Ende März noch rund 25.000 Forderungen offen. Insgesamt beläuft sich die ausstehende Summe auf etwa 300 Millionen Euro.

Wer erhaltene Hilfen nach Ablauf der vorgesehenen Fristen nicht zurückzahlt, muss mit weiteren Maßnahmen rechnen. In diesen Fällen werden entsprechende Verfahren eingeleitet. Wann der gesamte Rückforderungsprozess abgeschlossen sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Milliardenhilfen während der Pandemie

Bund und Länder hatten während der Corona-Krise verschiedene Unterstützungsprogramme aufgelegt. Dazu gehörten zunächst die Soforthilfen für Selbstständige und Kleinunternehmer während des ersten Lockdowns sowie später mehrere Überbrückungshilfen für Unternehmen. Nach Angaben der Finanzbehörde wurden in Hamburg insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro an Corona-Hilfen bewilligt.

Staatsanwaltschaft untersucht mögliche Betrugsfälle

Ein Teil der Fälle beschäftigt weiterhin die Justiz. Laut Staatsanwaltschaft laufen derzeit Ermittlungen gegen 74 Beschuldigte. Insgesamt wurden bislang mehr als 820 Verfahren wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs geführt. Die Behörden prüfen dabei, ob Fördergelder zu Unrecht beantragt oder verwendet wurden.

Rückforderungen beschäftigen Behörden weiter

Auch Jahre nach dem Ende der Pandemie sind die Folgen der milliardenschweren Hilfsprogramme noch spürbar. Die Bearbeitung der offenen Forderungen dürfte die Behörden und Gerichte noch längere Zeit beschäftigen.

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(Quelle: dpa)

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