21. September 2026 – Isabell Wüppenhorst

Bürgerschaft

Hamburg stockt Wärmepumpen-Förderung auf

Hamburg will mit sechs Millionen Euro mehr die Förderung von Wärmepumpen ausbauen. Was sich für Haushalte und Förderanträge jetzt ändert.

Wärmepumpe, Einfamilienhaus
Wärmepumpen be einem Einfamilienhaus I Foto: Ingrid Balabanova, Shutterstock

  • Hamburgs rot-grüne Koalition will die Wärmepumpen-Förderung 2026 um sechs Millionen Euro aufstocken.
  • Die Nachfrage nach Wärmepumpen boomt: Förderanträge stiegen im zweiten Quartal 2026 auf mehr als 490.
  • Ab 2027 soll die Hamburger Wärmepumpen-Förderung stärker auf Haushalte mit niedrigem Einkommen ausgerichtet werden.

Hamburgs rot-grüne Koalition will den Fördertopf für Wärmepumpen für das laufende Jahr um sechs Millionen Euro aufstocken. Im kommenden Jahr soll das Förderprogramm zudem an die geänderten Rahmenbedingungen im Bund angepasst und auf Menschen mit niedrigem Einkommen zugeschnitten werden, teilten SPD und Grüne mit. Über den Antrag der Regierungskoalition soll die Bürgerschaft in ihrer nächsten Sitzung am 30. September entscheiden.

Bislang 37 Millionen Euro bewilligt

Dem Antrag zufolge erleben Wärmepumpen derzeit einen Boom. Während 2024 demnach monatlich noch rund 60 Wärmepumpen neu angemeldet wurden, waren es im vergangenen Jahr bereits rund 130 pro Monat gewesen. Die Anträge für Förderungen des Wärmepumpenausbaus sind den Angaben zufolge bei der Investitions- und Förderbank von rund 280 Anträgen im zweiten Quartal 2025 auf mehr als 490 Anträge im zweiten Quartal 2026 gestiegen. Insgesamt seien von 2020 bis Juli dieses Jahres rund 37 Millionen Euro bewilligt worden.

Der SPD-Klimaexperte Alexander Mohrenberg sagte, der Umstieg auf Wärmepumpen komme in Hamburg spürbar voran. «Diesen Schwung wollen wir nutzen, und stellen deshalb zusätzliche Mittel bereit, damit die Förderung verlässlich fortgesetzt werden kann.» Gerade weil die Unterstützung des Bundes geringer ausfalle, sei es wichtig, "dass Hamburg gezielt dort ergänzt, wo Haushalte sonst vor zu hohen Investitionskosten stehen".

Förderung 2027 auf Menschen mit wenig Geld ausrichten

"Ab 2027 wollen wir das Programm weiterentwickeln und auf Menschen ausrichten, die wenig Geld haben und daher besonders auf diese Unterstützung angewiesen sind", sagte die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Melanie Nerlich. Während der Bund bei der Heizungsförderung kürze und damit nur Verunsicherung stifte, mache Rot-Grün klar: "In Hamburg muss klimafreundliches Heizen für alle Menschen möglich und bezahlbar sein. Das gilt sowohl für das Wohnen im Eigentum als auch für Menschen, die zur Miete wohnen."

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(Quelle: dpa)

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