30. Oktober 2026 – Mara Schwarzenberger

Ohne öffentliche Einsammelfahrt

Hamburger Alsterschwäne ziehen ins Winterquartier nach Ohlsdorf

Rund 100 Alsterschwäne haben ihre Sommerresidenz verlassen und sind zurück in ihrem Winterquartier in Ohlsdorf. Wegen der Vogelgrippe wurden die Tiere bereits in den vergangenen Wochen schrittweise eingesammelt. Trotz der erschwerten Bedingungen gibt es auch erfreuliche Nachrichten vom Schwanennachwuchs.

Alsterschwäne
Foto: Pressestelle Bezirksamt Hamburg-Nord

  • Die Hamburger Alsterschwäne sind zurück in ihrem Winterquartier in Ohlsdorf – rund 100 Tiere wurden nach und nach eingesammelt.
  • Wegen der Vogelgrippe brachte das Schwanenwesen die Tiere frühzeitig und einzeln in Sicherheit.
  • Trotz der schwierigen Bedingungen gab es im Sommer Nachwuchs bei den Alsterschwänen.

Die Hamburger Alsterschwäne sind zurückgekehrt in ihr Winterquartier nach Ohlsdorf. Das Team Schwanenwesen und Wildtierrettung des Bezirksamtes Hamburg-Nord hat sie bereits in den vergangenen Wochen nach und nach eingesammelt.

Schwanenvater Olaf Nieß begründet die frühzeitige Rückkehr der Tiere mit den erhöhten Vogelgrippe-Fällen. Vor allem die größeren Ausbrüche in der Geflügelhaltung in Schleswig-Holstein und zuletzt im Kreis Segeberg hätten gezeigt, wie wichtig es sei, rechtzeitig zu handeln. Deshalb habe das Team entschieden, die Schwäne bereits schrittweise und einzeln in ihr Winterquartier zu bringen. Auf diese Weise sollte das Ansteckungsrisiko möglichst gering gehalten werden – mit Erfolg, wie Nieß betont.

Alsterschwäne haben im Sommer Nachwuchs bekommen

Erfreuliche Nachrichten gibt es auch beim Nachwuchs: Trotz der schwierigen Bedingungen durch die Vogelgrippe haben die Hamburger Alsterschwäne in diesem Sommer Nachwuchs bekommen. Insgesamt kehren nun rund 100 Tiere in ihr Winterquartier zurück. Besonders freue ihn, dass die Schwäne trotz ihrer verspäteten Rückkehr an die Brutplätze in diesem Jahr erfolgreich für Nachwuchs gesorgt hätten, so der Schwanenvater.

Schutzmaßnahmen im Winterquartier

Auch im Winterquartier stehen wieder Schutzmaßnahmen an. Das Team des Schwanenwesens überprüft diese gemeinsam mit dem Veterinäramt und passt sie bei Bedarf an. Dazu gehört in diesem Jahr unter anderem der Austausch einer Zeltanlage. Die regelmäßige Kontrolle und Aktualisierung der Maßnahmen gehört zum jährlichen Standardvorgehen.

Auswirkungen der Vogelgrippe

Die Vogelgrippe hatte auch in diesem Jahr Auswirkungen auf die Hamburger Alsterschwäne. Im März 2026 fand das Schwanenwesen zahlreiche verendete Gänse, die größtenteils positiv auf das Aviäre Influenzavirus (AIV) getestet wurden. Zum Schutz der Wasservögel verzögerte sich deshalb die Rückkehr der Schwäne auf die Alster.

Bereits im Herbst und Winter 2025 war das Team wegen der Vogelgrippe stark gefordert und rückte zwischen Oktober und Dezember zu mehr als 170 Einsätzen in ganz Hamburg aus. In diesem Jahr kamen bislang insgesamt gut 2.800 Einsätze im Bereich Wildtierrettung und Seuchenschutz zusammen. Einen größeren Vogelgrippe-Ausbruch gab es in Hamburg in diesem Herbst bislang allerdings nicht.

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(Quelle: Pressestelle Bezirksamt Hamburg-Nord)

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