25. Juni 2026 – Mara Schwarzenberger
Der Hamburger Michel hat viele großzügige Freunde. Dank Spenden in Höhe von 1,3 Millionen Euro kann die Gemeinde der Hauptkirche jetzt Schäden am Turm reparieren lassen.
- Am Hamburger Michel hat die Außensanierung des Kirchturms begonnen, finanziert durch Spenden in Höhe von 1,3 Millionen Euro.
- Tiefe Risse im Mauerwerk machen umfangreiche Arbeiten zur Stabilisierung und Abdichtung des Turms notwendig.
- Die Sanierung des Hamburger Wahrzeichens soll bis Anfang 2027 abgeschlossen sein.
Am Hamburger Michel hat die Außensanierung des Kirchturms begonnen. Finanziert wird sie durch Spenden in Höhe von 1,3 Millionen Euro. An dem 33 Meter hohen Baugerüst wurde ein 16 Meter langes Banner mit der Aufschrift "Hier arbeitet der Himmlische Bautrupp" entrollt, mit dem die Stiftung St. Michaelis den Spendern dankt.
Jährlich bis zu 1,5 Millionen Besucher
Der Michel ist eine der fünf Hamburger Hauptkirchen und ein Wahrzeichen der Hansestadt. Jährlich kommen bis zu 1,5 Millionen Besucher. Am Kirchturm haben sich tiefe Risse gebildet, die bis zu 30 Meter lang sind. Durch die Schäden im äußeren Bereich des bis zu sechs Meter dicken Turmmauerwerks kann Regenwasser in das Bauwerk eindringen. Dank großzügiger Spenden in Höhe von 1,3 Millionen Euro kann die Gemeinde St. Michaelis den Turm der Hamburger Hauptkirche sanieren.
Aufwendige Arbeiten am Turm
Zur Stabilisierung werden über die vertikalen Risse bis zu vier Meter lange Bewehrungsstäbe kreuzweise in das Mauerwerk eingeklebt. Rund 100 Spiralanker sollen außerdem die vordere Mauerwerksschale von 1912 mit dem Kernmauerwerk des Turms von 1650 verbinden. Im Inneren des Turms werden vorgespannte Stahlkonstruktionen eingebaut, um weitere Risse zu verhindern. Zur Abdichtung gegen eindringendes Regenwasser werden defekte Steine und Fugen erneuert und Risse im Mauerwerk teilweise mit Epoxidharz aufgefüllt. Die Außensanierung soll bis Anfang 2027 abgeschlossen sein.
Die Barockkirche wurde in ihrer Geschichte zweimal durch Brände zerstört, 1750 und 1906, und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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