18. August 2026 – Sebastian Tegtmeyer
Am Hamburger Landgericht beginnt am Dienstag der Mordprozess gegen 42-jährige Frau. Sie soll ihren 35 Jahre alten Ex-Partner aus Habgier und mit Heimtücke nach Geschlechtsverkehr in ihrer Wohnung in Neuallermöhe umgebracht haben.
- Mordprozess gegen 42-Jährige beginnt am Landgericht Hamburg
- Tödlicher Messerangriff nach mutmaßlichem Giftanschlag
- Opfer stirbt nach Flucht aus Wohnung
Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, dass sie den 35-Jährigen im Februar 2026 in ihrer Wohnung in Hamburg-Neuallermöhe nach dem Sex zunächst mit Gift umbringen wollte. Weil das misslang, habe sie ein im Bett verstecktes Küchenmesser gezogen und zweimal in den Hals des wehrlosen und nackten Mannes gestochen.
Mann sprang nackt aus der ersten Etage
Der Mann sei schwer verletzt aus dem Schlafzimmer geflüchtet und aus dem Küchenfenster in der ersten Etage gesprungen. Währenddessen soll die Angeklagte ein Mobiltelefon, 30 Euro und zwei Bankkarten aus der Hosentasche des Mannes genommen und auf einem Schrank versteckt haben.
Angeklagte äußert sich zur Tat
"Es ist richtig, dass ich ihn mit dem Messer tödlich verletzt habe. Das ist der schlimmste Fehler meines Lebens und ich schäme mich", sagte sie in einer Einlassung, die ihre beiden Verteidiger verlasen. Den Vorwurf, aus Habgier gehandelt und ihren getrennt von ihr lebenden Mann ausgeraubt zu haben, wies die Ghanaerin dagegen von sich. "Ich habe das nicht wegen Geld oder Eifersucht getan. Was ich getan habe, habe ich aus purer Verzweiflung getan." Sie gab auch zu, dass sie aufgrund der Lügen und des möglichen Doppellebens des 35-Jährigen in der Zeit vor der Tat bereits Tötungsfantasien gehabt habe.
Opfer überlebte den Angriff nicht
Er sei wenige Meter von dem Wohnhaus zusammengebrochen und noch am selben Tag im Krankenhaus gestorben. Die Frau wurde noch in der Wohnung festgenommen.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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