05. Mai 2026 – Mara Schwarzenberger
Premiere im hohen Norden: Der erste ICE L wurde auf Sylt getauft und fährt ab sofort zwischen Westerland und Hamburg. Der neue Zug soll Komfort und nachhaltiges Reisen verbinden und bringt Urlauber künftig noch einfacher ans Wattenmeer.
Ein besonderer Moment für Bahn und Naturschutz: In Westerland auf Sylt wurde erstmals ein Zug der neuen ICE-Generation feierlich auf den Namen "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" getauft. Ganz passend geschah das stilecht mit Nordseewasser. Mit dabei waren unter anderem die DB-Konzernbevollmächtigte Ute Plambeck, Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und Nationalparkleiterin Franziska Junge. Sie betonten die Bedeutung klimafreundlicher Mobilität für eines der sensibelsten Naturgebiete Europas.
Neue Verbindungen für den Norden
Seit dem 1. Mai ist der ICE L regulär zwischen Westerland und Hamburg unterwegs, zunächst mit zwei täglichen Verbindungen. Schon ab dem 14. Juni folgt die Direktverbindung nach Berlin, im Juli kommen weitere touristische Strecken aus Frankfurt und Köln hinzu. Auch andere Nordsee-Ziele wie Büsum oder St. Peter-Ording sollen profitieren.
Mehr Komfort für Reisende
Der ICE L bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich: Der stufenlose Einstieg erleichtert das Reisen, besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Breitere Türen und spezielle Rollstuhlplätze sorgen zusätzlich für Barrierefreiheit. Im Innenraum setzt die Bahn auf ein neues Design mit modernen Farben, angenehmer Lichtsteuerung und mehr Platz für Gepäck. Die neu entwickelten Sitze bieten Steckdosen, Klapptische und Halterungen für Tablets.
Auch technisch wurde nachgelegt: Neue Fensterscheiben verbessern den Mobilfunkempfang deutlich. Digitale Reservierungsanzeigen zeigen per LED auf einen Blick freie Plätze an. Familien profitieren ebenfalls mit dem größten Familienbereich der ICE-Flotte und zusätzlichen Kleinkindabteilen.
Foto: picture alliance/dpa | Carsten Koall
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