05. Mai 2026 – Mara Schwarzenberger

Mehr Komfort für Reisende

Neuer ICE L auf Sylt getauft

Premiere im hohen Norden: Der erste ICE L wurde auf Sylt getauft und fährt ab sofort zwischen Westerland und Hamburg. Der neue Zug soll Komfort und nachhaltiges Reisen verbinden und bringt Urlauber künftig noch einfacher ans Wattenmeer.

DB Fernverkehr mit einem ICE L und der Baureihe 248.5 in Westerland (Sylt)
Foto: Deutsche Bahn AG / Dirk Wittmann, Foto: Deutsche Bahn AG

Ein besonderer Moment für Bahn und Naturschutz: In Westerland auf Sylt wurde erstmals ein Zug der neuen ICE-Generation feierlich auf den Namen "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" getauft. Ganz passend geschah das stilecht mit Nordseewasser. Mit dabei waren unter anderem die DB-Konzernbevollmächtigte Ute Plambeck, Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und Nationalparkleiterin Franziska Junge. Sie betonten die Bedeutung klimafreundlicher Mobilität für eines der sensibelsten Naturgebiete Europas.

Neue Verbindungen für den Norden

Seit dem 1. Mai ist der ICE L regulär zwischen Westerland und Hamburg unterwegs, zunächst mit zwei täglichen Verbindungen. Schon ab dem 14. Juni folgt die Direktverbindung nach Berlin, im Juli kommen weitere touristische Strecken aus Frankfurt und Köln hinzu. Auch andere Nordsee-Ziele wie Büsum oder St. Peter-Ording sollen profitieren.

Mehr Komfort für Reisende

Der ICE L bringt zahlreiche Verbesserungen mit sich: Der stufenlose Einstieg erleichtert das Reisen, besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Breitere Türen und spezielle Rollstuhlplätze sorgen zusätzlich für Barrierefreiheit. Im Innenraum setzt die Bahn auf ein neues Design mit modernen Farben, angenehmer Lichtsteuerung und mehr Platz für Gepäck. Die neu entwickelten Sitze bieten Steckdosen, Klapptische und Halterungen für Tablets.

Auch technisch wurde nachgelegt: Neue Fensterscheiben verbessern den Mobilfunkempfang deutlich. Digitale Reservierungsanzeigen zeigen per LED auf einen Blick freie Plätze an. Familien profitieren ebenfalls mit dem größten Familienbereich der ICE-Flotte und zusätzlichen Kleinkindabteilen.

Stufenlos und etwas niedriger ist der Einstieg zum neuen ICE-L der Deutschen Bahn
Foto: picture alliance/dpa | Carsten Koall , Foto: picture alliance/dpa

Nachhaltig ins Weltnaturerbe

Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer gilt als UNESCO-Weltnaturerbe und ist ein einzigartiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig steht das sensible Ökosystem unter Druck, etwa durch den Klimawandel. Umso wichtiger ist es, die Region umweltfreundlich erreichbar zu machen. Genau hier setzt der ICE L an: Er soll mehr Menschen dazu bewegen, mit der Bahn statt mit dem Auto anzureisen.

Änderungen im Bahnkonzept

Mit dem neuen Angebot gibt es auch Anpassungen. Die direkte Kurswagenverbindung zum Fährhafen Dagebüll entfällt. Stattdessen wird ein Pendelverkehr zwischen Niebüll und Dagebüll eingerichtet, der Anschlüsse an die ICE-Züge sicherstellen soll.

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(Quelle: Deutsche Bahn)

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