26. Juni 2026 – Chiara-Lee Haartje
Dramatische Szenen in Hamburg: Ein neunjähriger Junge saß stundenlang unbemerkt in einem aufgeheizten Auto und erlitt einen schweren Sonnenstich. Nur durch das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte konnte Schlimmeres verhindert werden.
- Dramatischer Vorfall: Ein Neunjähriger kollabierte in einem auf rund 42 Grad aufgeheizten Auto.
- Glück im Unglück: Der Junge befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung und könnte das Krankenhaus bald verlassen.
- Ermittlungen: Eine defekte Autotür verhinderte offenbar, dass der geistig eingeschränkte Junge das Fahrzeug selbstständig verlassen konnte.
Junge nach Heimfahrt unbemerkt im Auto eingeschlossen
Ein neunjähriger Junge ist im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek nach mehreren Stunden in einem aufgeheizten Auto zusammengebrochen. Nach Angaben der Polizei war das Kind am Donnerstag gegen 13 Uhr vom Deutschen Roten Kreuz nach Hause gebracht worden.
Da seine Mutter das Klingeln an der Haustür nicht hörte, setzte sich der Junge stattdessen in das Familienauto. Obwohl das Fahrzeug abgeschlossen war, konnte er über eine defekte hintere Tür einsteigen.
Defekte Tür wird zur gefährlichen Falle
Die beschädigte Autotür wurde dem geistig eingeschränkten Jungen schließlich zum Verhängnis. Nach ersten Erkenntnissen war er nicht in der Lage, das Fahrzeug eigenständig wieder zu verlassen.
Seine Mutter bemerkte das Verschwinden ihres Sohnes erst Stunden später. Nachdem sie sich Sorgen gemacht und sowohl das DRK als auch die Schule kontaktiert hatte, suchte sie das Grundstück ab und entdeckte den Jungen schließlich gegen 16 Uhr bewusstlos im Auto.
Rettungskräfte kämpfen um den Jungen
Als die Mutter ihren Sohn fand, war er nicht mehr ansprechbar. Rettungskräfte brachten ihn mit einem komatösen Zustand in ein Kinderkrankenhaus. Nach Angaben der Polizei herrschten im Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt Temperaturen von rund 42 Grad Celsius.
Inzwischen gibt es jedoch Entwarnung: Der Junge erlitt einen schweren Sonnenstich, sein Zustand hat sich deutlich verbessert. Nach Angaben der Polizei könnte er das Krankenhaus bereits am Wochenende wieder verlassen. Ein Polizeisprecher fasste die dramatische Situation zusammen: „Der Junge hat richtig Glück gehabt.“
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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