27. August 2026 – Jette Maren Dreher
Der Linken-Politiker und Rentner Mark Roach stellt Strafanzeige gegen den Hamburger Senat, als auch gegen die Bundesregierung. Grund dafür sind die circa 14.000 Hitzetoten. Roach unterstellt den Politikern hierbei unterlassene Hilfeleistung.
- Der Linken-Politiker und Rentner Mark Roach stellt Strafanzeige gegen Mitglieder des Hamburger Senats und der Bundesregierung.
- Er wirft den Verantwortlichen unterlassene Hilfeleistung im Zusammenhang mit Hitzetoten und der Klimakrise vor.
- Juristen schätzen die Erfolgschancen der Strafanzeigen jedoch als sehr gering ein.
Der 71-jährige Linken-Politiker Mark Roach stellt Strafanzeige gegen den Hamburger Senat. Konkret gegen den Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher, der Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard, Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein und Verkehrssenator Anjes Tjarks. Hintergrund der Strafanzeige gegen den Hamburger Senat sind die 40 Hitzetoten in Hamburg, so das Abendblatt. "Als Erster Bürgermeister und als Senatorinnen und Senatoren haben sich die von mir Beschuldigten auch individuell und persönlich verpflichtet, Schaden vom Hamburgischen Volk abzuwenden", erklärt Roach. Die Strafanzeige bezieht sich hierbei auf Paragraf 323c des Strafgesetzbuches, der unterlassenen Hilfeleistung.
Kritik an die rot-grüne Regierung
Laut dem Abendblatt ist in einer Anzeige von Roach die Klimakatastrophe seit Jahren als absehbar dargestellt worden. Darin wirft er der rot-grünen Hamburger Regierung vor, durch Untätigkeit und mangelnde Klimaschutzmaßnahmen zur Verschärfung der Lage beigetragen zu haben. Trotz eines leichten Anstiegs der CO2-Emissionen zwischen 2024 und 2025 betont die Umweltbehörde, dass dies keine direkten rechtlichen Konsequenzen nach sich zieht.
Weitere Anzeigen an die Bundesregierung
Bundesweit gab es circa 14.000 Hitzetote nach Angaben des Robert-Koch-Instituts. Auch gegen den Bundeskanzler Friedrich Merz, dem Finanzminister Lars Klingbeil, Umweltminister Carsten Schneider und der Wirtschaftsministerin Katharina Reiche stellt Roach am 20. August ebenfalls eine Strafanzeigen wegen unterlassener Hilfeleistung. Die Erfolgschancen seiner Anzeigen werden jedoch von Juristen als sehr gering eingestuft.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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