12. September 2026 – Sebastian Tegtmeyer

"Freiheit muss verteidigt werden"

Rund 25.000 Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremismus  

Tausende Menschen demonstrieren am Samstag in der Hamburger Innenstadt gegen Rechtsextremismus. Was sie mit dem Motto "Freiheit muss verteidigt werden" erreichen wollen.

Demo gegen Rechtsextremismus, Jungfernstieg
Rund 25.000 Menschen demonstrieren am Samstag in der Hamburger City gegen Rechtsextremismus I Foto: Picture Alliance

  • Rund 25.000 Menschen demonstrieren in der City unter dem Motto "Freiheit muss verteidigt werden" gegen Rechtsextremismus
  • Bei der Demonstration am Jungfernstieg treten unter anderem Bischöfin Kirsten Fehrs, DGB-Chefin Tanja Chawla und Sänger Axel Bosse auf.
  • Die Initiative "Prüf" fordert regelmäßige Demonstrationen und eine Überprüfung rechtsextrem eingestufter Parteien durch das Bundesverfassungsgericht.

Erneut sind in Hamburg tausende Menschen gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Unter dem Motto "Zeit zum Handeln - Freiheit muss verteidigt werden" zogen nach Angaben der Veranstalter rund 25.000 Demonstranten durch die Innenstadt, um gegen Rechtsextremismus und eine Normalisierung rechtsextremer Parteien zu protestieren. Die Polizei konnte auf Nachfrage zunächst keine Angaben zur Teilnehmerzahl machen.

Bischöfin Fehrs und Bosse auf der Bühne

Als Rednerinnen traten unter anderem die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, Hamburgs DGB-Chefin Tanja Chawla und die stellvertretende Schura-Vorsitzende Özlem Nas auf. Ebenfalls auf der Bühne: der Sänger Axel Bosse. Er spielte gemeinsam mit dem Hamburger Kneipenchor live am Jungfernstieg in der Hamburger Innenstadt.

Veranstalter und Partner waren das Bündnis "Zusammen gegen Rechts Hamburg", die Initiative "Prüf", die Klimabewegung Fridays for Future Hamburg und zahlreiche weitere Organisationen. Das Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt mit fast 44 Prozent sei zwar keine Überraschung gewesen, hieß es im Demonstrationsaufruf. Die internationalen Reaktionen zeigten jedoch, welche Rolle diese Wahl im Kontext der weltweit erstarkenden Rechten spiele.

Jeden zweiten Samstag im Monat "Prüf"-Demo

Die bundesweite Initiative "Prüf" um den Satiriker und früheren EU-Abgeordneten Nico Semsrott ruft seit Monaten jeden zweiten Samstag im Monat um 14.00 zu einer Demonstration auf. Ihr Ziel: "Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden." "Prüf" steht für "Prüfung rettet übrigens Freiheit".

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(Quelle: dpa)

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